Menschen sprechen über Schlecker. Das finden wir grundsätzlich gut und stellen uns auch gerne selbst der Diskussion. Manchmal entwickelt sich eine Diskussion allerdings in eine Richtung, zu der wir aktiv und öffentlich Stellung beziehen möchten. Wie in diesem Fall: Der Verein für Sprachpflege e. V. Ein Leser der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ hatte uns eine Anfrage zu unserem neuen Werbemotto „For You. Vor Ort.“ geschickt. Darauf haben wir in einem persönlichen Brief geantwortet. Dieser Brief wurde nun in der Facebook-Gruppe der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ veröffentlicht mit der Überschrift: „Schlecker verteidigt seinen Spruch „For You. Vor Ort.“ mit dem „niedrigen Bildungsniveau“ seiner Kunden.“ Tun wir das?
Nein, wir verteidigen nicht unser Unternehmensmotto. Wir haben uns bewusst auch deshalb für das Motto entschieden weil es polarisiert, weil sich Menschen darüber austauschen und weil es in Erinnerung bleibt. Genau das ist die Kernaufgabe eines Unternehmensmottos. Dazu haben wir auch im Vorfeld eine Marktanalyse nach soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Beruf durchführen lassen.
Und ja, wir stehen zu diesem Motto, wie wir auch zu einer unserer wichtigsten Zielgruppen stehen: Menschen mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau. Menschen also, die ganz normal einen Haupt- oder Realschulabschluss gemacht haben und heute in vielfältigen Berufen das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden – zum Beispiel als Handwerker, Briefträger, Krankenschwestern, Büroangestellte oder auch als Hausfrauen und -männer.
Fakt ist: Sie bilden die breite Mehrheit in Deutschland – nach Angaben des Statistischen Bundesamts mehr als 60 Prozent. Vor allem für sie gibt es Schlecker – For You. Vor Ort.
Nun kommentieren einige Internet-Nutzer den veröffentlichten Brief und setzen ein niedriges und mittleres Bildungsniveau mit „dumm“ oder „unterbelichtet“ gleich. Das ist in der Sache ebenso falsch und zynisch, wie aus unserer Sicht unverschämt und arrogant. Es entlarvt letztlich diejenigen, die sich derart äußern.
Wer will, mag unser Unternehmensmotto diskutieren, gut finden oder für dümmlich halten. Unsere Mitarbeiter, die zum überwiegenden Teil schon seit 15 und mehr Jahren im Unternehmen arbeiten, wie auch unsere Kunden sind es ganz sicher nicht.
Ansonsten stellen wir uns gerne einer echten Diskussion, ob ein kreatives Unternehmensmotto mit einer Kombination aus deutschen wie englischen Begriffen Sprache allgemein weiter entwickelt oder degeneriert.


„For You, Vor Ort“ na ja… spielt in der gleichen Liga wie „come in and find out“ (komm herein und finde hinaus…). Dass aber die Kundendienstfahrzeuge der Telekom seit Jahren mit der Parole „Für sie, vor Ort“ durch Deutschland fahren ist keinem im Schleckerland oder bei Grey aufgefallen?
Die Telekom wirbt ja mit “Vor Ort – Für Sie!” Damit sind sie ja meilenweit vom Schlecker-Claim entfernt, ein Schelm, wer da anderes behauptet….
ohje, also ich sehe den zusammenhang mit come in and find out nicht. dass du diesen slogan in die gleiche liga bringst, könnte aber auch an der fehlerhaften übersetzung liegen. find out heißt nicht finde hinaus, es heißt vielmehr finde heraus, aber im sinn von etwas ausprobieren, etwas erfahren.
so, mehr wollt ich auch gar nicht – nur ein bisschen douglas verteidigen. ^^
Schönen Dank für den Hinweis. Meine „fehlerhafte“ Übersetzung war so gewollt. Ich vergass nur, den Ironie-Butt… ähh Ironie-Knopf zu drücken.
Es wäre doch wesentlich hilfreicher, wenn der Verfasser des Briefes einfach zugeben würde, dass er sich so sehr bemüht hat, sich und sein Schreiben auf ein “gehobenes Niveau” zu setzen, dass ihm vollkommen entgangen ist, dass ihn dieses “hochgestochene Art” auch arrogant wirken lässt. Der Verfasser hat sich im Prinzip an die Regel der Kommunikation mit den potentiellen Kunden gehalten. Er hat den Verfasser des Beschwerdeschreibens auf der emotionalen Ebene abgeholt und hat sich mit ihm auf gleicher Ebene unterhalten, ist dabei aber ein bisschen über das Ziel hinaus geflogen. Ein einfaches “Tut mir leid, so war es nicht gemeint.” würde jetzt gewiss wichtige Sympathie- Punkte einbringen, denn Eines hat noch kein einziges Unternehmen wirklich verstanden: Standards (, von denen Regeln abgeleitet werden) mögen hilfreich sein, aber Kunden sind Menschen und lassen sich nun mal nicht abschließend und zuverlässig standardisieren.
Auch wenn ich zur Zielgruppe gehöre, kann mich der Spruch nicht überzeugen. Auf mich machen solche oder Werbesprüche ganz in englisch, einen respektlosen Eindruck und wirken etwas hochmütig. Mit “Für Sie – Vor Ort” stünden Sie mit Ihrer Zielgruppe auf Augenhöhe.
“Wir haben uns bewusst auch deshalb für das Motto entschieden weil es polarisiert, weil sich Menschen darüber austauschen und weil es in Erinnerung bleibt. Genau das ist die Kernaufgabe eines Unternehmensmottos.”
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber sollte es in erster Linie nicht das Image des Unternehmens wiederspiegeln?
bewusst dafür entschieden, weil es polarisiert…. wer’s glaubt.
So ein Unspruch kommt dabei heraus, wenn man sein Kreativteam aus jungen unerfahrenen Textern zusammenkramt – darf ja alles nicht viel kosten.
Der Slogan ist weder besonders (be)merkenswert, noch einprägsam.
Er eckt nicht an und polarisiert nicht.
Vielmehr ist er der Beweis, das immer wieder doch noch lapidarer wird.
Die Aussagekraft erschliesst sich vlt. der Jugend, aber kauft nicht im “Oma-Laden” (so das Bild von Schlecker) ein – man könnte ja gesehen werden.
Besser wäre eine grammatikalisch richtige, aber verschobene Ausdrucksweise gewesen
wie “Da für Sie” statt “Für Sie da” – so ein Slogan macht einen Knoten im Gehirn und zwingt zum Nachdenken.
Ausserdem wäre er zielgruppengerechter.
Hasardeur hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Claim wird nicht dadurch lustig, gar polarisierend, nur weil man ihn nachträglich nochmals zu verkaufen versucht. Der Claim macht so viel Sinn wie eine Bedienungsanleitung zu einem Witz. Wahrscheinlich ist es so, wie Hasardeur es vermutet: Ein Grafiker musste texten, weil keine Zeit und kein Geld. Kennen wir – alles schon gehabt. Klar, hier tauschen sich Menschen zum Claim tatsächlich aus. Aber nicht, weil es um Schlecker geht. Hier wurde miserabel gearbeitet.
Danke für die Kommentare, die zeigen, dass Sie Interesse an dem Thema haben. Schlecker hat sich sehr bewusst “For You. Vor Ort.” auf die Fahne geschrieben. Schlecker hat mehr Märkte in Deutschland als alle Wettbewerber zusammen. Schlecker ist – verglichen mit anderen Handelsunternehmen – auch in kleinen Ortschaften für die Menschen vor Ort und übernimmt dort die wichtige Rolle des Nahversorgers. Der Faktor Nähe ist insofern DER Wettbewerbsvorteil für Schlecker und ein entscheidender Teil des Images. “For You. Vor Ort.” wurde auch deswegen ausgewählt, weil er aneckt und polarisiert. Hand aufs Herz: Ein glatt gebügelter 08/15-Spruch wäre niemals so wahrgenommen worden. Gern diskutieren wir mit Ihnen darüber, dafür ist dieses Blog da.
(Danke für die Hinweise zum Tippfehler “For Ort”, den ich gern korrigiere. 26.10.2011, 17:35)
“For You For Ort”, dieser Vertipper zeigt für mich sehr schön die Absurdität der Verwendung einer, in meinen Augen lächerlichen, Mischung aus Deutsch und Englisch.
Sorry für den Tippfehler.
For You For Ort (c: Jetzt kommen die eigenen Leute schon durcheinander.
Ich halte den Claim für unterirdisch. Nennen Sie mir einen Grund warum die eine Hälfe englisch ist… Nur um zum Gesprächsstoff zu werden? Und wie lange hält das dann an? Dürfen wir uns in 6 Monaten auf einen neuen geistigen Erguss einer Agentur freuen die sowas einfach gut verkaufen kann?
@ Herr Hacker:
“Persönlich kann ich das nachvollziehen, denn als Geisteswissenschaftler fühle auch ich mich im privaten Sprachgebrauch der Stiltugend der Latinitas verpflichtet.”
Man merkt, dass Sie noch deutliche Schwierigkeiten mit Ihrem Slogan haben ;o)
Wild wechseln Sie zwischen Groß- und Kleinschreibung; verschiedene Satzzeichen oder auch gar keines; “For Ort” und “Vor Ort” hin und her.
Das ist lustig. – “Wir haben uns bewusst auch deshalb für das Motto entschieden weil es polarisiert, weil sich Menschen darüber austauschen und weil es in Erinnerung bleibt.”
Sie polarisieren sich anscheinend selbst noch. Welcher Slogan wird denn in Ihrer Erinnerung dauerhaft verbleiben?
Hallo Daniel, doch, das sind für Schlecker wichtige Themen. Seit Jahresbeginn werden die Märkte nach und nach auf ein neues, helles Shopkonzept umgestellt. Es wurden Tarifverträge geschlossen und Führungsgrundsätze eingeführt, für beides wurde Schlecker von der Gewerkschaft ver.di öffentlich gelobt. Ökologie spielt eine wichtige Rolle. Für die umweltfreundliche Fahrzeugflotte erhielt Schlecker einen Preis. Dass Schlecker auch in vielen kleinen Orten präsent ist und nicht nur in prominenten City-Lagen ist für viele Menschen sogar sehr wichtig.
Ich habe seit kurzem einen unbefristeten Vertrag – dieser ist aber KEIN Tarifvertrag. Er verfügt sogar extra über eine Klausel, die besagt, dass auf mich die Tarifverträge meines Bundeslandes keine Anwendung finden. Kriegt also wohl nicht jeder, so nen Tarifvertrag, oder?
Hallo Abby, Schlecker hält sich strikt an die tariflichen Regelungen. Sollte irgendwo ein Fehler gemacht worden sein, wird dieser selbstverständlich sofort korrigiert. Anonym und ohne weitere Informationen kann der von Ihnen geschilderte Fall natürlich nicht geprüft werden. Ihre Bezirksleitung ist verpflichtet, Ihnen dazu Auskunft zu geben. Natürlich können Sie sich auch an Ihren Betriebsrat wenden. Außerdem biete ich Ihnen an, sich vertrauensvoll an mich per Mail (kontakt@schlecker-blog.com) zu wenden.
Tolles Shopkonzpt, Copycat von Photo Porst wie beim Logo, oder wie?! Führungsgrundsätze? Die Ketten für die Mitarbeiter werden abeschafft und sie dürfen 1 Mal am Tag aufs Klo? Preis für Ökologie? Einen selbst gestifteten oder einen anderweitig komplett belanglosen? Ich sehe nur die gleichen Diesel-LKW von Schlecker wie immer rumfahren. In Hürth-Efferen istSchlecker z.B. auf ca. 500 m zwei Mal vorhanden. Interessiert nur keinen, man kauft solche Drogerieartikel auch dort lieber bei REWE nebendran oder bei Discountern wie Netto oder Lidl wenige Hundert Meter weiter, wo man auch gleich parken kann. Schlecker braucht kein Mensch, daran ändert auch das Gesülze über eine angeblicher Läuterung vom Saulus zum Paulus nichts. Der Verbraucher ist nicht so blöd, auf das hohle Markting- und PR-Geschwäz von Schlecker reinzufallen.
Hallo Herr Hacker,
für eine echte Diskussion sollte sich dann aber auch die Zeit genommen werden und auch Hinweise wie der folgende geklärt werden:
[...]Dass aber die Kundendienstfahrzeuge der Telekom seit Jahren mit der Parole „Für sie, vor Ort“[...]fahren[...]
Ich persönliche finde den Spruch gut. Er ist nicht umwerfend, aber es gibt schlimmere. Die Mischung aus Deutsch und Englisch ist okay, immerhin ist Englisch eine Weltsprache die, wie ich finde, auch in Deutschland mittlerweile verstanden werden MUSS.
Gruß daniel b.
Jetzt scheinen Sie aber gerade selbst über Ihren Claim gestolpert zu sein, Herr Hacker: For You. VOR Ort. :-)
Ungünstiger Zeitpunkt für einen Tippfehler, da haben Sie Recht. Ist mir aber passiert. :-(
Bezogen auf For You For Ort wurde auch deswegen ausgewählt, weil[...]
Nach 3 Kommentaren einen vorgefertigt erscheinenden Kommentar posten? Nunja. Das Motto der Stasi könnte nicht besser sein, für sie vor Ort. Erinnere ich mich falsch an Schleckerbedienstete, die ihre Untergebenen durch doppelte Regalwände bespitzelten?
Wenn ich mir so den Hohn über meinen Tippfehler ansehe, hätte ich den Kommentar wahrscheinlich gern vorgefertigt gehabt. Aber doch habe ich ihn spontan getippt.
@Patrick Hacker: Na gut, mit F ist’s natürlich was anderes. Das war gar nicht Denglisch. Aber wer ist Herr Ort?
Wird immer besser..
Liebes Schlecker-Team, ich finde den Fall ausgesprochen interessant und lehrreich. Und ich hegt anfangs wirklich Sympathien mit Schlecker. Den ersten Brief fand ich grundsätzlich gut. Ich denke aber, Sie haben spätestens jetzt einen kommunikationstaktischen Fehler. Der eigentlich viel mehr ist. Ich habe ein paar Gedanken dazu in meinem Blog aufgeschrieben und freue mich auf eine Diskussion – nicht über Anglizismen und Slogans, sondern über die Wertschätzung von Stakeholdern: http://bit.ly/uKIPyv
nun,
da gibt es ja mehr “merkwürdige Slogans”
eben den: Kaffee – TOGO – ;
hä, muss alles auf/in Englisch sein ?
muss jeder Fremdsprachen beherrschen;
vor allem die – Senioren- ( dazu zähle ich mich auch)
können doch vielfach kein ( hier ) english !
es darf doch auch heißen:
Kaffee zum mitnehmen ;
Kaffe auf die Faust, in die Hand
oder was ist da
sch..ße dran ; :-))
schöne Restwoche noch;
Tja, liebes Schlecker-Team. Manchmal kann es eine Stärke sein einen eigenen Fehltritt zuzugeben, anstatt sich mit einer kaum nachvollziehbaren Argumentation herauszuwinden (bzw. es zu versuchen).
Sehr geehrter Herr Hacker,
bisher ist mir der Claim Ihres Unternehmens eigentlich gar nicht bewusst aufgefallen. Ich führe das auf seine Beliebigkeit zurück. In den Fokus gerückt ist er, zumindest bei mir, erst nach Ihrem Statement zu der aufgekommenen Diskussion. Und dazu kann ich Ihnen im Grunde nur gratulieren. Es ist das Paradestück einer misslungenen Kommunikation. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie überhaupt noch Willens und in der Lage sind, sich einmal gedanklich aus Ihrer Position im Unternehmen heraus zu bewegen und sich auf die Seite ihrer vermeintlichen Zielgruppe zu stellen. Täten Sie das, so würden sie sehr schnell zu dem Schluss kommen, dass wohl niemand gerne bei einem Einzelhändler einkaufen möchte, der dem Kunden schon am Eingang das niedrige Bildungsniveau attestiert. Zumal es eine Pauschalisierung ist, die sich in der von Ihnen und Ihren MaFo-Erkenntnissen zusammengekochten Zielgruppe nicht widerspiegelt. Ich denke, dass Sie das aber sehr wohl wissen.
Insofern erschließt sich mir Ihre Argumentation auch nicht. Es wirkt auf mich, wie der hilflose Versuch einen Claim zu erklären, der sich nicht erklären lässt. Ohne Anglizismen wäre er dann wohl doch zu nah an der Telekom gewesen und hätte womöglich doch nicht den Glanz dessen gehabt, was die nicht ganz so bildungsferne Bevölkerungsschicht angeblich mag. Er, der Claim, schafft es im Grunde auch nicht einmal zu polarisieren. Zumindest nicht bei der von Ihnen anvisierten Zielgruppe. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass die Wirkung auf den Kunden auch hier maßlos überschätzt wird. Oder hat man Ihnen von Seiten der Agentur tatsächlich weismachen wollen, dass Müllmänner, Handwerker und Krankenschwestern nach dem Einkauf in einer Schlecker-Filiale noch ein Viertelstündchen vor dem Laden stehen bleiben und die kafkaeske Tiefe Ihres Unternehmensmottos diskutieren, bevor sie sich wieder einreihen und das Rückgrat der Gesellschaft stellen? Wohl kaum.
Polarisieren kann man nur mit Erklärungen wie der Ihren. Damit bekommt dann der Claim auch endlich eine Füllung und hängt nicht einfach nur noch wie eine Worthülse unter dem Unternehmensnamen. Man muss bei so etwas nur aufpassen, dass die Hülle den Inhalt auch tragen kann und einem nicht von Hinten ins Kreuz fällt. Ich bin mir jedenfalls ganz sicher, dass die Schlecker-Zielgruppe begeistert Ihre Ausführungen diskutieren wird, auf dem Müllwagen, der Intensivstation und dem Trockenbau. Ich für meinen Teil werde die Diskussion jedenfalls noch weiter verfolgen und bin schon jetzt gespannt, wie Sie diese Kurve noch kriegen wollen.
made my day :)
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Obwohl ich mich mit NRW-Abitur und BWL-Studium wohl auch zu der von Schlecker adressierten Zielgruppe wägen darf, fühle ich mich durch die Aussagen von Herrn Baum noch nicht mindergeschätzt, aber dieses “Herumgewinde” und die Hinweise auf die Marktpräsenz im Vergleich zum Wettbewerb hinterlässt auf mich einen so widerwärtigen Eindruck, dass ich definitiv keinen Fuss mehr in den Schlecker um’s Eck setzen werde.
Man mag von dem Slogan oder auch vom Unternehmen Schlecker halten was man möchte – Ihre Stellungnahme hier ist souverän und überzeugend. Gut gemacht, gute Unternehmenskommunikation. Chapeau.
Gruß,
Ekki
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Ich kapiere die Begründung nicht. Was hat mittleres oder wegen mir auch niedriges Bildungsniveau mit dem Satz “For You. Vor Ort” zu tun? Soll das besser verständlich sein? Oder witzig? Oder gar originell? Blöde Begründung … ich habe noch niemanden aus welcher Schicht auch immer so reden gehört. Oder soll hier ein neues Sprachniveau geschaffen werden?
Über einen G+ Beitrag bin ich auf diesen Blogeintrag aufmerksam geworden. Und ich möchte meine Meinung nur darlegen. Ich finde sie haben mit dem Spruch und vorallem diesem Blogbeitrag den Kern ziemlich genau getroffen. Wir sprechen ja hier nur von einem Motto und nicht von einer Firmenphilosophie. Der Spruch hat erreicht, dass sich über den Spruch unterhalten wird, und hat somit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Untere und Mittlere Bildungsschicht ist auch sicherlich nicht mit dumm zu beschreiben. Ganz im Gegenteil. Es gibt mit sicherheit einige Leute die einen Bildungsabschluss im unteren Bereich haben und größeres Geleistet haben als manch ein Studierter Dipl.Ing oder Dr, Master oder Bachelor.
Ich bin dadurch wieder auf Schlecker aufmerksam geworden und habe sie zuvor fast vergessen. Demnach haben sie bei mir das Ziel erreicht.
Wenn Schlecker nur das Problem hätte, würde ich sagen Super. Was ist mit Betriebsrat, ordentliche Arbeitsverträge und Arbeitsbedingungen. Solange, das nicht geklärt ist, werde ich Schlecker weiterhin nicht betreten.
Lieber Herr Priebels, guter Einwand, aber das ist heute alles geklärt. Zu Betriebsräten und ver.di besteht heute ein gutes Verhältnis, weit reichende Tarifverträge wurden eingeführt und gemeinsam mit ver.di Führungsgrundsätze verabschiedet, die einen fairen und respektvollen Umgang der Mitarbeiter aller Hierarchiestufen festschreiben.
Ach, Herr Hacker, wie wäre es mal mit Links / Belegen statt nur Copy & Paste des gleichen Geschwätz? Andere Unternehmen achten ihre Mitarbeiter von Hause aus, z.B. dm. Bei den Schleckers gehörte das wohl weder zur Erziehung noch zum guten Ton und zeigt so sehr schön, wessen Geistes Kind diese Firma führt. Leute, die ich in keinster Weise unterstützen würde, noch nicht einmal unter Zwang.
Wie passt denn Ihre prinzipiell lobenswerte Einstellung gegenüber dem “Rückgrat” der Gesellschaft zu Ihrer nach wie vor erschreckenden Beschäftigungpolitik.
Das ist nicht richtig. Mit den Führungsgrundsätzen und weit reichenden Tarifverträgen nimmt Schlecker eine Position ein, die von der Gewerkschaft ver.di als vorbildhaft und unterstützenswert bezeichnet wird.
Es ist interessant, dass Sie ver.di zitieren: Auf der Website ver.di gibt es nach schneller Durchsicht 2 Meldungen, die interessant sind:
1. Die Rote Karte für Schlecker 2010
2. Lohndumping bei Schlecker
Ich empfehle Google und die Suche nach “ver.di und schlecker”
Stehen Sie auch weiterhin zu Ihrer Aussage? Wenn ja: wo kann ich das verifizieren?
Aber gern doch: jeweils letzter Absatz
http://www.sueddeutsche.de/politik/gesetzlicher-mindestlohn-verdi-chef-bsirske-setzt-auf-regierungswechsel-im-jahr-1.1144009
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/drogeriekette-will-sich-wandeln-die-netten-schleckers-von-nebenan-1597689.html
Spannend finde ich den sehr skeptischen Grundton des FAZ-Artikels. “Das unsoziale Image ihres Imperiums lässt den Umsatz bröckeln.” Und das bringt auf den Punkt, worum es am Ende wirklich geht. Ein Unternehmen sieht seine Felle davon schwimmen. Und heuert ein paar Kommunikationsprofis an, die jetzt mit einer schöneren Fassade richten sollen, was jahrzehntelang versäumt wurde. Der Claim ist eher amüsant, die Begründung dazu ungeschickt und ärgerlich. Aber ob ein Unternehmen Werte wie soziale Verantwortung, Wertschätzung der Mitarbeiter und Respekt vor den Kunden wirklich lebt oder nur als bloße Strategie zur Umsatzsteigerung begreift und jetzt halt abkupfert, was die erfolgreiche Konkurrenz schon lange vorlebt – das bleibt spürbar, und zwar ganz unabhängig von der Art des Schulabschlusses. Wer darauf Wert legt, wird vermutlich auch in Zukuft keinen Fuß in eine Schlecker-Filiale setzen. Ihr solltet endlich mal aufhören, eure Kunden ständig zu unterschätzen.
Ich frage mich ob der Autor dieser Stellungnahme in der Lage wäre eine 3 Jährige Ausbildung mit staatlichem Examen zu absolvieren und danach immer noch behaupten würde das dafür ein mittleres Bildungsniveau von Nöten ist?
In dieser Ausbildung ist es z.B. auch notwendig Begrifflichkeiten aus min 3 Sprachen zu verstehen und für Patienten auf Deutsch zu übersetzen
Es ist mir unbegreiflich wie ein Unternehmen 2 Sprachen so willkürlich würfelt und dies dann als gut befindet?
Fraglich alleine daran ist schon ob mit “You” du oder Sie gemeint ist?
Darf ich dann als Schlecker Kunde an der Kasse sagen “eh du, ich habe nicht genug € und zahle die Hälfte in britischen Pfund oder US-$”?
Oder muss ich höflich bleiben und die Anfrage komplett auf Englisch stellen dafür nur in € bezahlen?
Es mag richtig sein das eine hohe Anzahl ihrer Mitarbeiter seit 15 Jahren und mehr bei einem der tausenden Subunternehmern der Schwarzgruppe, hier Schlecker, angestellt ist, Weiter- und Fortbildungen scheint es nicht großflächig zu geben, vielleicht damit sie auch weiterhin zur Zielgruppe gehören?
Es bleibt fraglich ob ein Unternehmen das oft mit Negativschlagzeilen auffällig wird, weitere negativ Publicity haben möchte da es einen sinnbefreiten Werbeslogan mit (max. mittleren) Bildungsniveau begründet und doch darauf hofft das seine Kunden weniger gebildet sind und nicht ein Streben nach mehr Bildung und besserem Lebensstandard hat und deswegen nicht mehr Kunde von Schlecker sein will, weil hier will man ja keine gut gebildeten Kunden haben!
Im Grunde genommen, sind Sie ja sehr ehrlich. Aber ich frage mich, wieso ein Schlecker einen derart dummen Slogan mit einer noch so dummen Begründung einführen muss. Die bildungsfernen Menschen werden sich nicht darüber die streiten, die anderen sehen diese Diskussion eher als Shitstorm. Auch lediglich mit Realschulabschluss rege ich mich jedes Mal auf, wenn ich den Spruch an Ihrem Schaufenster kleben sehe. Ich empfinde regelrechtes Fremdschämen.
Da ich keine Lust habe, mich mit so viel Schwachsinn auseinanderzusetzen, werde ich Schlecker weiter meiden. Früher, weil die Läden einfach schmuddelig waren, heute sind sie sauberer. Aber Ihre Verdummisierung der Gesellschaft schreckt mich ab.
Liebe Schlecker-Werbekaufleute,
ich möchte nicht über den Bildungsgrad euer Kunden sprechen, vielmehr stört mich das Ihr nicht kreativ genug seid um ein Unternehmensmotto in anständigem Deutsch
zu kreieren.
Wir können von unseren Kinder nicht verlangen vernünftig zu sprechen wenn wir es selber nicht tun. Ihr seid ein Vorbild, leider ein sehr schlechtes.
Nun langsam kommt es an den Punkt, an dem auch ich mich ein wenig in die Diskussion einmischen möchte.
Ich komme von der Hauptschule, habe eine normale Berufsausbildung im Büro gemacht, war im Marketing tätig, habe mich dann weitergebildet und es irgendwie auf die Uni geschafft. Wo gehöre ich nun in Ihrer Gesellschaftsaufteilung hin?
Was ich mich frage: WARUM muss man die Gesellschaft grundsätzlich in Bildungsabschlüsse unterteilen? Gibt es nicht auch Hauptschüler, die einfach keine Möglichkeit hatten sich weiterzubilden? Und Professoren, denen es völlig egal ist in welcher „Schicht“ sie sich befinden, sondern nur lehren, weil sie mit ihrem Fach verheiratet sind?
Sie sagen, es komme bei einem Slogan darauf an wie er angenommen wird, wie er das Unternehmen nach außen hin repräsentiert und wie die Zielkundschaft darauf reagiert. Gleichzeitig prangern Sie aber an, dass durch ihr Erklärungsschreiben, einige Leute im Internet eine riesige Diskussion angezettelt haben.
Das halte ich für ein wenig ambivalent. Sie wollen von denen die dem „höheren Bildungsstand angehören“, dass sie den Unternehmensspruch akzeptieren und auch so verstehen wie er gemeint ist, andererseits stellen Sie die, welche Ihr Erklärungsschreiben so verstehen, wie es für Sie unangenehm ist, als (Zitat) „unverschämt und arrogant“ dar.
Die Frage ist nun: Wo genau entsteht Arroganz? Dort wo Unternehmen glauben, dass Ihr Spruch für den Sie viel Geld bezahlt haben, aller Feinde Abwehr halten könne? Und man besagte Feinde mit einem „Hach was seid ihr nur für arrogante Leute, dass ihr das auch SO sehen könnt“ niederbügeln kann?
Um auf den Spruch selbst mal einzugehen: Bei diesem wunderbaren Begriff des „Denglisch“ rollen sich mir sämtliche Fußnägel hoch. Was ist dieses Denglisch und was soll es ausdrücken? Dass wir so ultra hip toll und cool sind, dass wir keinen geraden deutschen Satz mehr rauskriegen? Dass wir uns der Wurzeln schämen müssen, aus denen die deutsche Sprache gewachsen ist? Dass nur ein englisches Wort ultratoll klingt, weil die deutschen Worten so … deutsch … klingen?
Oder fanden Sie den Spruch „Für Sie. Vor Ort“ den eine Firma für Installationstechnik Gebäudesystemtechnik schon länger besitzt einfach nicht aussagekräftig genug? Ein Slogan wie dieser ist für mich kein Grund bei Schlecker einzukaufen, genauso wenig wie es sämtliche anderen Slogans anderer Firmen sind. Ich kaufe dort wo ich mich wohlfühle und ganz ehrlich – das ist bei Schlecker nicht der Fall.
Mir wäre es lieber Sie würden die überschüssigen Etats Ihrer Werbe- und Marketingabteilung in eine intelligentere und übersichtlicher Aufteilung ihrer Regale stecken, in eine gute Entlohnung von guten Mitarbeitern und einer wärmeren Gestaltung der Verkaufsräume. Davon hab ich persönlich bei weitem mehr als von einem (aus meiner Sicht) grausamen Slogan, der mir in jeder Werbeunterbrechung ins Ohr gebrüllt und sofort auf „Stumm“ geschalten wird.
Es geht schon lange nicht mehr um die Slogans. Es geht um den Unternehmensauftritt nach außen. Dabei hat Schlecker ehrlich gesagt in den letzten Jahren kein gutes Bild gemacht und so sehr ich auch verstehe, dass Sie die Fehler der letzten Jahre irgendwie gut machen und Schlecker wieder in ein besonderes Licht rücken wollen, so kommt bei mir als potenziellem Kunden genau dieses Bemühen leider nicht an.
Diejenigen, denen all das ohnehin egal war, was an Leiharbeiter-Skandal, an Offenlegung der Kundendaten und all dem was passiert ist, die werden auch trotz einem super hippen Denglisch-Spruch bei Ihnen einkaufen. Diejenigen, die genau wegen diesen Skandalen nicht mehr bei Ihnen kaufen, werden Sie mit einem Slogan nicht hinter dem Ofen hervor locken.
Es grüßt
Eine Person die sich keiner „Bildungs“schicht zugehörig fühlt, da wir nunmal ein Land sind und keine Pisastudie.
An sich eine nette Sache, aber so wie es jetzt da steht, liest es sich einfach nur daneben. For you. Vor Ort. hätte viel mehr Sinn gemacht. Aber gut, wenn die Leute in den oberen Etagen das so sagen… Für mich als Sprachmittlerin ein klarer Griff ins Dingsda wo die Ente taucht.
Ja was hat sich Schlecker denn nun genau auf die Fahne geschrieben? “….. Vor Ort” oder “….. For Ort”?
Sie haben den Tippfehler bemerkt. Sorry dafür.
Ich kann ja Ihren Frust über ständige Hinweise auf diesen Tippfehler verstehen, aber schnippische Antworten (so sehr ich die nachvollziehen kann) werden in dieser Situation keine Besserung bringen.
Ein Unternehmensmotto ist doch nichts anderes als die Verbalisierung der Marke, die das Unternehmen repräsentiert. Während ich das Motto inhaltlich für passend halte, glaube ich nicht, dass es nötig ist, durch Mischung von Englisch und Deutsch “zu polarisieren oder die Diskussion anzuregen”.
Was mir an Ihrer Stelle mehr Sorgen machen würde ist der Umstand, dass Sie zwar flächendeckend vertreten sind, Ihre Läden aber ein Bild des Jammers abgeben. Nichts gegen billig, aber der weniger flächendeckend vertretene Mitbewerb wie “dm” erscheint mir nicht wesentlich teurer, aber es macht Spass, dort einzukaufen. Bei Schlecker bekomme ich Depressionen, nicht zuletzt, wenn ich mir die vielen Berichte über die eher schlechten Arbeitsbedingungen vergegenwärtige. Gerade der Discounter Aldi wirkt wie ein Konsumtempel im Vergleich zu Ihrem Shopdesign. Sie dürfen davon ausgehen, dass ich mit meiner Meinung eine Randgruppe repräsentiere – mir kann es egal sein, ob ich für Drogerieprodukte im Monat 5% mehr ausgebe, im Gegensatz zu einem wachsenden Teil der Bevölkerung. Aber wer es sich aussuchen kann, meidet Ihre Läden. Wenn Sie damit leben können, bitte.
Als Tüpfelchen auf dem “i” stört mich, dass das Motto komplett unmotiviert unter dem Firmenlogo hängt. Das wirkt dahingeschludert. vielleicht wollen Sie damit ja auch die Diskussion anregen, ich kann das aber nicht ernst nehmen. Es wirkt so unaufgeräumt und schmuddlig wie Ihre Läden.
Damit Sie mich richtig verstehen: Gerade durch die Nahversorgung in strukturschwachen Gebieten sind Ihre Läden in Verbindung mit pragmatischen Sortimentserweiterungen auf allgemeine Artikel des täglichen Bedarfs wichtig. Die Frage ist, ob Sie auf Dauer so wirtschaften wollen, wie Sie es tun.
Englisch ist die Muttersprache von 16 % der europäischen Bürger. Rund 32% der Deutschen sprechen ab und an Englisch. Sollte Schlecker auf Basis dieser Zahlen die Marketingstrategie ausgerichtet und den Slogan formuliert haben, dann geht das 1000% an der Zielgruppe DOOF vorbei. Dumm gelaufen, oder?
Sehr geehrter Herr Genseleiter, zu keinem Zeitpunkt hat Schlecker von doofen Menschen gesprochen. Im Gegenteil. Den Vorwurf muss ich aufs Schärfste zurückweisen.
Tja, so kann man sich auch der Diskussion entziehen. Machen Sie mal so weiter.
1000 % ? Toll!
Ich würde fast vermuten, daß Sie doch zur Zielgruppe von Schlecker gehören könnten.
(Wegen Beleidigung eines anderen Kommentators wurde dieser Eintrag gelöscht. 27.10.2011, das Schlecker Online-Team)
Pingback: Schlecker „FOR YOU. VOR ORT“ Diskussion « Andy’s World
Ein wenig ab vom Kern der Diskussion: Ich finde es sehr erfreulich, dass Schlecker sich zu den Anfragen öffentlich äussert und dikutiert. Ich denke, dass dies eine sehr interessante Entwicklung wiederspiegelt – etwas ‘auszusitzen’ oder sich zu verstecken, kann sich in der Zeit des Web 2.0 / Facebook kein Unternehmen mehr leisten. Man lernt aus der Vergangenheit – sehr gut!
…jedenfalls scheint die Identifikation mit dem Slogan noch nicht sehr tief zu sein.
Heißt es nun For You. Vor Ort. oder doch doch For You. For Ort. ;-)
Richtig. Sorry für den Tippfehler in der Eile.
ich gehoere nicht zur zielgruppe (habe ein germanistik-studium abgeschlossen) und finde den claim gut – er ist witzig und locker. sprache ist hoch dynamisch, eine diskussion über ihre ‘degeneration’ ist totaler quatsch.
die diskussion um die rechtfertigung schleckers ist mir auch zu hysterisch; sie produziert einen skandal, den es nicht wirklich gibt. ich finde eher gut, wie offen sich das unternehmen nun der diskussion stellt.
was florian frisch sagt…
Hallo,
in der Stellungnahme heißt es explizit “niederes Bildungsniveau” und daran habe auch ich mich gestört. Es ist jetzt sicher müßig über die einzelne Wortwahl zu diskutieren, allerdings ist der Ausdruck hier “einfaches Bildungsniveau” für mich selbst deutlich angenehmer, weil nicht herabsetzend. Ich glaube Schlecker dass es faktisch einfach so ist, und Menschen mit Hauptschulabschluss sind ganz sicher nicht schlechter als Doktoranden – aber als Konzern der derart in der Öffentlichkeit steht muss man sich über das Echo auf so eine Aussage nicht wundern.
Sehr geehrte Damen und Herren,
eine vertrackte Situation in die Sie da geraten sind. Aber der richtige Weg nun damit umzugehen. Andere Unternehmen schweigen Kritik einfach tot, bzw. versuchen es.
Meine Vermutung ist, daß Sie mit dem Brief einen geschrieben haben, der an sich nicht für die Öffentlichkeit gedacht war und bei der Wortwahl nicht bedacht wurde das es öffentlich werden könnte.
Das es nun veröffentlicht wurde, halte ich für eine Gratwanderung – wenn zwei Menschen kommunizieren, tun sie es erstmal nur untereinander und das gehört meiner Meinung nach nicht veröffentlicht, wenn davon nur einer Kenntnis hat…
Auf der anderen Seite – ich finde den Spruch zwar auch nicht toll, allerdings muß ich gestehen, daß er etwas positives für mich hatte, als ich ihn das erste mal las: Endlich mal jemand der auch wieder deutsch wirbt… Mehr davon und wieder zurück zu verständlicher Werbung!
Das denken sich vielleicht auch andere Kunden – eben genau die in den kleinen Ortschaften, die vielen älteren Leute ohne Englischkenntnisse…
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für die Zukunft und ein glücklicheres Händchen für Formulierungen :-)
RE
Tut mir ja leid, aber es zählt nicht nur, wie viele Filialen jemand hat, sondern auch die Lage der Filialen, das Ambiente, wie die Mitarbeiter behandelt werden, was eine mögliche Unternehmensethik in Sachen Mitarbeiter, Nachhaltigkeit, Ökologie etc. betrifft. Qualität statt Quantität, aber davon versteht Schlecker ja nichts, soweit ich das als potentieller Kunde beurteilen kann.
Das inhaltsleere Geschwätz vom ach so sympathischen Nahversorger hat ihnen doch eh GREY vorgekaut, obwohl as mit der Sympathie bei den Verbrauchern eher nicht der Fall ist. Die meisten Leute würden Schlecker in der Drogerielandschaft wohl nicht vermissen.
Hallo Daniel, Sie haben Recht, dass auch weitere Punkte wichtig sind. Deshalb hat Schlecker zu Jahresbeginn begonnen, die Märkte nach und nach auf das neue Shopsystem umzustellen. Mit den Führungsgrundsätzen und den Tarifverträgen ist Schlecker auch im Bereich Mitarbeiter heute sehr gut aufgestellt. Im Bereich Ökologie hat Schlecker einen Preis für die umweltschonende Fahrzeugflotte erhalten. Ihre Kritik zum Nahversorger kann ich aber nicht teilen. Für viele Menschen im ländlichen Bereich, in kleinen Ortschaften oder in Vortorten ist ein Nahversorger am Ort sehr wichtig.
“Für viele Menschen im ländlichen Bereich, in kleinen Ortschaften oder in Vortorten ist ein Nahversorger am Ort sehr wichtig.”
Vortorten in Fororten?
Vortorten sind Teiglinge?
Ich persönlich finde den Spruch zwar auch scheiße, mal ganz unabhängig von der Zielgruppe, aber eure Reaktion ist super! :)
“For you. F(!)or Ort” das kann jetzt nicht euer Ernst sein?! Damit bestätigt sich ja das Bildungsniveau in der Tat. Unglaublich.
Sehr geehrte Damen und Herren der Schlecker-Propagandaabteilung!
Ich bin seit vielen Jahre Kunde. Mit Preis/Leistung und Qualität war ich stets Zufrieden. Nicht gut finde ich, wie Schlecker als Arbeitgeber agiert; hier ist die Berichterstattung schlicht gesagt ein Drama und ich hoffe auf Besserung der Arbeitsbedingungen.
Ich arbeite an einer Universität, bin 40 Jahre alt und habe vier Universitätsabschlüsse sowie einen MBA aus Harvard. Nach Ihrer Definition also ganz klar kein Mitglied der Kernzielgruppe. Als Außenstehender darf ich aber den vermeintlichen Schlecker-Kunden gratulieren. Deren Rechtschreibung ist offensichtlich besser als jene Ihrer PR-Agentur. Denn die Blog-Kommentare hier sind fehlerfrei. “For You For Ort” hingegen ist so schlecht, dass es schmerzt.
Dieser Claim unterstreicht für mich nur das Niveau Ihrer PR.
Lieber Herr Buddenbrook, für Bezahlung und gegenseitigem Umgang erfährt Schlecker heute öffentlich Lob von der Gewerkschaft. Gerade was die Thematik angeht, hat Schlecker viel bewegt.
Schlecker hat viel bewegt? Nach wie vielen Jahren asozialster Ausbeuterei? Schlecker hängt seriösen und anständigen Arbeitgebern um Jahre hinterher, auch heute noch. Da helfen auch die jetzt verbreiteten PR-Lügen nichts. Schlecker ist für mich toter als tot. Ich nehme bestenfalls noch das Blau und die häßlichen Filialen wahr, wenn ich durch die Straßen gehe, aber ich kaufe im Leben nicht mehr dort ein. Schließlich wählt auch keiner mehr heute die NSDAP…
Hallo Daniel, wir respektieren Kritik wie auch Ihre Meinung. Aber Ihr Vergleich ist unangebracht.
Meine Eltern und Großeltern verweigern mittlerweile den Kauf in Geschäften, die mit “Sale” oder ähnlichem werben. Sie können kein Englisch und fühlen sich ausgegrenzt. Sie sind finanzkräftiger und konsumfreudiger als wir Jüngeren. So wie sie denken mittlerweile einige – warum kommt das bei Firmen und Werbern eigentlich nicht an?
Hallo Herr Hacker,
interessant – Ihr neues Unternehmensmotto ist offenbar auch für Sie so eingängig, dass Sie es in Ihrem Kommentar ganz kreativ und falsch verdenglischt einfach mal verändern: “For You. For Ort”! Wie denn jetzt? Mein Vorschlag, um es einfach zu halten, fast schon ikearesk: “Forju, forort”.
Is passiert, sorry.
Nach Aussage der Deutschen Sprachwelt, haben nicht sie selbst, sondern ein Leser bei Schlecker angefragt: “Die DSW erscheint viermal im Jahr. Wir hatten SCHLECKER mit seinem Spruch in unserer Sommerausgabe in die Sprachsünder-Ecke gestellt und zu Beschwerden aufgerufen. Den Brief an Schlecker haben nicht wir geschrieben. Es war einer unserer Leser. Dieser stellte uns SCHLECKERS Antwort an ihn zur Verfügung. Wir brachten diesen Brief nun in unserer Herbstausgabe, die in der vergangenen Woche erschien. Auf Wunsch eines Leser stellten wir jetzt das Schreiben ins Netz. Besser spät als nie! Daß sich aus dieser Information ein solches Echo entwickeln würde, hatten wir nicht erwartet.”
Nach Aussage von Patrick Hacker trat der Verein für Sprachpflege an Schlecker heran, seinerseits Herausgeber der Deutschen Sprachwelt.
Wer hat Recht?
Ja, das stimmt. Ich habe deswegen noch einmal nachgefragt. Es waren Leser. Ich korrigiere den Fehler natürlich.
Ich halte das Motto “For You, Vor Ort.” für durchaus gelungen. Es spielt mit den Anglizismen unserer Zeit, prägt sich ein und die phonetische Alliteration (for – vor) “berührt” den Empfänger der Botschaft sofort.
Der Antwortbrief auf die Beschwerde der selbsternannten Sprachschützer jedoch strotzt in einer Art und Weise von Arroganz und Überheblichkeit, die meiner Meinung nach völlig zurecht angeprangert wird. Es handelt sich hier nicht um eine unglücklich gewählte Formulierung sondern um eine Geisteshaltung des Verfassers, die überdeutlich wird. Als gestandenes schwäbisches Unternehmen sollte SCHLECKER den Verfasser zumindest durch eine Abmahnung zum Nachdenken bringen.
Beste Grüße.
Danke für diese Einschätzung. Die Idee mit der Abmahnung teilen wir aber nicht. Schlecker hat sich in seinen Führungsgrundsätzen dazu verpflichtet, Konfliktsituationen durch Argumente und Gespräche zu klären, nicht mit Abmahnungen.
Sie erkennen diese Lage also auch als “Konfliktsituation”. Nun, dann eignet sich vielleicht ein Gespräch im Stehen . Ich halte das Festhalten an dieser Äußerung für ein deutliches Zeichen der Leitungskultur. Warum kann man nicht die Ar###backen zusammenkneifen und sich in aller Form entschuldigen? Dann wäre sofort Ruhe…
Hallo Herr Schmidt, danke für Ihren Kommentar. Es ging und geht uns um den Vorwurf, dass wir Menschen für “dumm” oder “unterbelichtet” halten. Das ist in der Sache komplett falsch, war so nie geschrieben und auch nie gemeint. Gegen Interpretationen in diese Richtung haben wir uns gewehrt und werden das auch zukünftig tun.
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Hi Patrick,
in deinem Kommentar schreibst du “For you For Ort”.
Der Rechtschreibfehler zeigt alles Schlechte an diesem Slogan: Ein dämliches Wortspiel, Deutsch und Englisch gemixt. Das ist nicht polarisierend, sondern verwirrend.
Gerade weil Schlecker in Deutschland eine Macht ist, hätte das auch in dem Markenversprechen (in deutscher Sprache!) kommuniziert werden müssen.
Pingback: For U. Vorort. Schleckers Claim passend für niederes bis mittleres Bildungsniveau? | Fakeblog
Da finde ich es aber erstaunlich, dass die eigenen Mitarbeiter den Slogan nicht fehlerfrei wiedergeben können. Sonst stünde in obigem Kommentar von Patrick Hacker sicherlich nicht zwei Mal “For You. For Ort”, sondern korrekt “For You. Vor Ort”. ;)
Für den Tippfehler entschuldige ich mich natürlich.
Statt
“For You. Vor Ort.”
hätte es in Hinblick auf die offerierten Hautpflegeprodukte und dem zugrundegelegten Bildungsniveau der Käuferschicht auch ein
“For You. Vor Haut.” oder für die Süßwaren an der Kasse ein
“For You. Abgeschleckt.”
getan. Das wäre noch viel mehr diskutiert worden. Oder meinen Sie nicht?
Freundliche Grüße eines potenziellen Kunden aus der falschen Schicht!
Gero Steiner
Ich kann die ganze Aufregung um diesen Slogan ehrlich gesagt nicht verstehen – finde ihn sogar originell, auch wenn mir Anglizismen nicht so zusagen.
Ich bin Akademiker, käme aber nie auf die Idee, bei dieser “Diskussion” Bevölkerungsschichten ins Spiel zu bringen.
Ich bin weder Schlecker-Fan noch -Gegner, aber so wie sich manche über diese Sache aufregen, frage ich mich, ob hie und da ein Komplex vorliegt.
Als müsse sich jemand für sein Bildungsniveau schämen – die Vorwürfe zeigen eher wes Geistes Kind die Kritiker sind…
Wenn ich das Ganze richtig überblicke, wurde das Bildungsniveau von Schleckers Seite aus ins Spiel gebracht – völlig unnötigerweise, da muss ich Ihnen recht geben.
das eigentliche problem ist ja schlicht die arrogante stellungnahme im nachhinein. alles andere passt eh…
Man kann von dem Spruch halten was immer man will, aber dafür, das Schlecker sich mit den Kritikern ernst auf die Diskussion einlässt, Kommentare und Rückfragen wahrnimmt und auch antwortet, dafür: Hut ab. Das ist leider viel zu selten der Fall bei Unternehmen.
@Patrick: Finde ich gut, wie Sie hier Stellung beziehen, zu einer Diskussion, die längst maßlos über die Stränge des nötigen geschlagen ist. Besser so, als das dümmliche “voRWEg gehen”. Solche Slogans generieren Agenturen indem sie nach Wortkombinationen googlen. Der Tiefpunkt der Einfallslosigkeit.
ich erinnere auch ganz zaghaft an das “GE in GErmany”… DAS ist an den haaren herbeigezogen…
Herr Hacker sie meinten sicherlich „For You. Vor Ort.“. Diese Verwechslung von “Vor” und “For” ist sicherlich ein Ergebnis des Sprachmix aus Deutsch und Englisch und spiegelt genau das Problem wieder vor dem die “Sprachschützer” warnen. Vielen Dank für das Beispiel.
Pingback: Hält Schlecker eigene Kunden für dumm? » Schlecker, Kunden, Slogan, Schlecker-Filialen, Schlecker-Kunden, Drogeriekette, Mitarbeiter, Platz » Informelles
FÜR SIE. VOR ORT.
versus
FOR YOU. VOR ORT.
Ich finde das macht optimsch mehr her als der Umlaut und die eckigen Vokale I und E in der rein deutschen Version des Slogans.
Die Argumenation in Richtung Bildungsniveau hätte man sich definitiv verkneifen sollen. Die Stellungnahme hier im Blog dient meiner Meinung nach überhaupt nicht zur Entschuldigung. Sie liest sich “wieselnd”.
Aus Marketingsicht finde ich den Slogan genial.
Genial, weil die Agentur tatsächlich das Kunststück fertig gebracht hat in exakt 12 Buchstaben was unterzubringen. Knifflig in der heutigen Zeit.
Kudos, Grey!
Das viel zitierte ‘Come in and find out’ ist länger und doofer, weil komplett englisch. Geradezu langweilig.
Wieso regen sich Alle über das Statement auf, das den Käuferkreis bei Schlecker perfekt umschreibt? Stimmt doch.
90 % Prozent gehören nun mal zu der einen Gruppe und die 10%, die sich über den Slogan aufregen zur anderen.
Da fühlen sich wohl ein paar Leute auf den Schlips getreten, weil sie bei bei Schlecker einkaufen und glauben, sie würden dadurch automatisch nicht zur Bildungselite zählen. Ohje und Boo-hoo! :…-(
So, wie auch keiner Bildzeitung liest…
Wer braucht heute noch Werber und ihre Slogans? Kunden können sich über Social Media untereinander austauschen und selbst ein Urteil bilden, ob vor Ort oder nicht. Stecken Sie das Geld lieber in ihre Mitarbeiter, als in ihre Agentur. Davon haben ihre Kunden nämlich dann auch was.
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Lieber Herr Hacker,
in meinem beruflichen Umfeld (Medienbranche) sowie in meinem privaten Umfeld hab ich schon seit geraumer Zeit Ihren neuen Claim zur Sprache gebracht. Und ja, ich gebe Ihnen Recht: “Ein glatt gebügelter 08/15-Spruch wäre niemals so wahrgenommen worden.” Allerdings wird nur in Fachkreisen darüber diskutiert. Ihre Zielgruppe Menschen mit niedrigem Bildungsniveau hat nach meinen Erfahrungen Ihren Claim gar nicht wahrgenommen. Gerne erfahre ich mehr über Ihre repräsentativen Ergebnisse zu diesem Thema.
Hallo Simone, verschiedene Claims wurden im Vorfeld der Markteinführung hinsichtlich verschiedener Kriterien getestet. Dieser rief bei den Probanden im ersten Moment auch Fragezeichen hervor. Interessant war aber, dass sehr schnell der Kernwert von Schlecker, das dichte Filialnetz á la “Schlecker ist echt überall” assoziiert wurde. Und: Der Claim blieb im Gedächtnis.
Dass in einer MaFo von der Befragungsgruppe die Äußerung „Schlecker ist echt überall“ kommt, muss nicht zwingend als positives Attribut gewertet werden. Man kann es auch durchaus anders verstehen, wenn man möchte.
Das würde ich aber doch positiv sehen.
Pingback: Schleckers Bildungsniveau-Pulverfass erklärt | Kai Thrun - der Webarchitekt
Durch Zufall stoße ich gerade auf dieses Thema und wundere mich darüber, wie viel Zeit und Energie einige Menschen darin investieren, an einem Werbeslogan herum zu mäkeln. Überdies bin ich der Ansicht, dass hier zwei völlig verschiedene Diskussionsansätze miteinander vermischt werden. Es ist eine Sache, ob einem so ein (“dengliher”) Slogan gefaällt oder nicht. Eine andere ist es jedoch zu behaupten, der Sologan würde einen Teil unserer Gesellschaft degradieren. Offenbar wurde hier ganz normale Marktforschung betrieben und man möchte überdies eine bestimmte Zielgruppe ansprechen. Was gibt es da zu kritisieren. Das machen hunderte anderer Unternehmen genau so! Die, die sich angegriffen fühlen, degradieren sich vielleicht unnötigerweise eher selbst. Schlimmer finde ich da Slogans wie “(…) ist eben besser, als wie man denkt.”. Ich selbst kaufe äußerst selten bei Schlecker und muss doch zugeben, dass mir deren neuer Slogan wirksam im Kopf geblieben ist.
@ Patrick Hacker
das war jetzt ein Eigentor. Sie schreiben: “For You For Ort”. Was die ganze Sache ja noch haarsträubender machen würde.
“For You. Vor Ort” reicht ja auch schon aus ;)
Das war ein Tippfehler. Sorry dafür.
“For You. Vor Ort.”
“Viel Fisch, feel good”
Witzig und einprägsam!
@Patrick Hacker :-D
“For You. For Ort.” wäre tatsächlich die ideale Variante gewesen, weil ironisches Spiel mit Werbe-Denglisch usw. Da hätte es diese Diskussion auch, nur ohne Dümmlichkeitsvorwurf gegeben.
Interessanter ist ja eher der seit Jahren im Raum stehende Vorwurf der mangelhaften Behandlung der eigenen Mitarbeiter, das ist ein viel wichtigerer Punkt in der Beurteilung der Marke Schlecker.
Denn sein wir mal ehrlich, Werbung, die ist ja sowieso immer scheiße.
Hallo Tobias, danke dass Sie aussprechen, was viele Menschen denken. Allerdings hat sich hier viel getan. Erst vor wenigen Tagen hat der ver.di-Bundesvorsitzende Schlecker für seine neuen Management-Methoden (Mitarbeiterumgang) gelobt. Ebenso positiv wurde hervorgehoben, dass Schlecker weit reichende Tarifverträge abgeschlossen hat. Siehe dazu auch: http://schlecker-blog.com/2011/09/verdi-chef-bsirske-lobt-schlecker/
Also bitte rühmen Sie sich jetzt nicht mit Dingen, die Ihr Unternehmen erst dann änderte, nachdem es öffentliche Proteste nur so hagelte!
Pingback: For You. Vor Ort - Schlecker in der Werbung und in Brauweiler | brauweilerblog
„[…] For You For Ort wurde auch deswegen ausgewählt“
Und schon selbst das erste mal hereingefallen und eindrucksvoll demonstriert, wie sinnfrei die „Message“ ist. Ich sehe auch nicht, wo da etwas polarisiert. Der Spruch ist allerfeinstes Denglisch und nicht der Anspruch, sondern die Qualität wurde hier bemängelt. Ein Grund für den englischen Teil ist hier schlichtweg nicht gegeben. Und der Claim damit schlechtes Handwerk.
@Patrick Hacker
Mich verwundert es, dass Sie ihren eigenen Slogen nicht kennen. Zumindestens ist nach mehrfacher Falschschreibung davon auszugehen das es sich nicht um einen Tippfehler handelt. Für Geisteswissenschaftler ist dieser scheinbar nicht einpräsam genug.
Polarisieren tut leider nur Ihre Meinung zum Bildungsgrad in Deutschland. Und als Unternehmen nur Zielgruppen mit wenig Geld zu nehmen, ist vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl um große Gewinne zu erwirtschaften. Aber ich kenne mich mit so etwas nicht aus. Ich bin dafür zu ungebildet.
Positives Echo wird dieser Slogen und ihre bisherrigen Äußerungen wohl leider nicht hervorrufen.
Lieber Herr Schmidt, für den Tippfehler entschuldige ich mich aufrichtig. Ich verstehe aber nicht, wieso der Fakt bestritten oder als negativ dargestellt wird, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland kein Abitur oder Studienabschluss hat. Das ist doch in keiner Weise verwerflich.
Respekt! Ich hätte spätestens nach dem 3. Mal aufgegeben und meinen Tippfehler nicht mehr entschuldigt. Aber trotzdem lustig, dass jeder denkt damit ein Argument gefunden zu haben, dass noch keiner vorher entdeckt hat.
Zum Claim: Ich hasse Denglisch. Dennoch kenn ich ihn und kann ihn zuordnen und somit funktioniert er (zumindest bei mir). Desweiteren wäre Für Sie. Vor Ort. einfach keine phonetische Dopplung gewesen und somit weniger einprägsam. Und man kann das alles auch übertreiben.
Ich finde es super – und bin auch total überrascht – dass es an dieser Stelle nun möglich ist, ganz offen über die Kommunikation, das Sortiment und die Arbeitsbedingungen bei Schlecker zu sprechen. Herzlichen Glückwunsch dazu! Und was das misslungene Motto betrifft: Meine Güte, da hat man doch wirklich schon Schlimmeres gesehen … Ich finde es für Schlecker passend und völlig in Ordnung.
Ich bin nun ehrlich kein Schlecker-Fan. Das Lichtkonzept des Ladens ist bedrückend, und mir tun die armen Mitarbeiterinnen leid, die meistens ganz allein im Laden stehen und sowohl einsortieren müssen und als auch noch die Kasse bedienen. Den Claim finde ich aber ziemlich gelungen und verstehe nicht, warum er für Menschen mit niedrigem Bildunsniveau sein sollte?! Gleichzeitig in Englisch und in Deutsch, dazu mit einem Wortspiel, das mit der gleichen Phonetik zweier unterschiedlicher Wörter spielt. Das ist doch eigentlich ziemlich sophisitcated und allemal eleganter als “Hier stimmt der Preis” oder ähnliches.
Pingback: Was sagt das Bildungsniveau eines Menschen über diesen Menschen aus? Ganz einfach: Sein Bildungsniveau. | Schlecker Blog « Stadtgespräch – Public Relations DPRG
Was soll schlimm sein an diesem Slogan? Netter klanglicher Stabreim oder so :) Da ist das “DDT4″-Captcha viiiiel gruseliger…
@Patrick Hacker:
Um sich ein Bild machen zu können, worum es überhaupt genau geht, würde ich mir wünschen den Brief (“Dieser Brief wurde nun [....]“) irgendwo lesen zu können. Da der Brief aus ihrem Unternehmen stammt, sollte eine Verlinkung hier doch möglich sein.
Hallo Michael, danke für den Kommentar. Das war ein persönlicher Brief eines Lesers der Zeitschrift “Deutsche Sprachwelt” an Herrn Schlecker, den das Unternehmen durch einen persönlichen Brief beantwortet hat. Wenn der Verfasser dieses Briefs diesen gern veröffentlichen möchte, stehen wir dem sehr wohlwollend gegenüber, werden ihn aber selbst nicht zur öffentlichen Debatte stellen.
Michael, den Brief von Schlecker finden Sie u.a. hier: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150886758570252&set=a.10150242769705252.487733.133749280251&type=1
@Sascha Stoltenow:
Danke!
Das Schlecker in den letzten Jahren im Wesentlichen durch schlechte Presse bezüglich der Mitarbeiterzufriedenheit und dubioser Überwachungsverfahren in aller Munde war ist das Eine. Nun wird heiß über die Verwendung von Anglizismen in Werbeslogans diskutiert – für mich vollkommen obsolet, da dies mittlerweile in ganz Deutschland und branchenübergreifend zur gängigen Machart gehört. Die wirkliche Diskussionsgrundlage zum Thema “Kundenbewertung” durch ihre Agentur offenbart sich dabei doch erst in obiger Stellungnahme – da heißt es zuerst :Nein, wir verteidigen nicht unser Unternehmensmotto” . Und dann verteidigen sie ihr Unternehmensmotto DOCH mit der Aussage, sie beriefen sich mit ihrer auf den einfachen Menschen, der mit mittlerem Schulabschluss ganz alltägliche Berufe ausübt und offenbar die Säule ihrer Käuferschaft bildet. Nun, ich bin Krankenschwester, und habe wie viele meiner Kollegen nicht nur Abitur, sondern auch einen Fachausbildung absolviert. Es stellt sich mir also die Frage, auf welche Fakten sie ihre Meinung über ” Menschen mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau” aufbauen. Ich weiß, es entbehrt nicht einer gewissen Polemik, wenn ich sage dass mich diese Äußerungen ihrerseits auch an einem höheren Bildungsniveau zweifeln lassen. Ganze Berufsgruppen pauschal als einfach strukturiert darzustellen-da fehlt mir ehrlich gesagt die Innovation und auch der gesunde Menschenverstand den man von einer Agentur wie der Ihren erwarten würde.
Da bleibt in meinen Augen abschließend nur festzustellen, dass ich a) noch nie bei Schlecker gekauft habe, und dank Ihnen nun auch weiß warum – der falsche Schulabschluss ist Schuld!- und b) dass ihre Kampagne dem Unternehmen trotz aller Widrigkeiten nicht schaden dürfte. Wenn ihre Rechnung nämlich aufgeht, dann werden ihre Kunden, dem niedrigen Bildungsniveau sei Dank, auch weiterhin nicht verstehen dass sie in all diesen Briefen und Artikeln öffentlich lächerlich gemacht werden von einem Unternehmen, dass sich selbst immer weiter ins Abseits manövriert…
Rausreden gilt nicht. Der Pressesprecher hat es völlig versaut und die Idee, zu der bescheuertsten Agentur Deutschlands (Grey) zu gehen, war und ist unternehmerisches Desaster, weil die Kunden für deutlich überteuerte Preise deutlich miese Produkte von Praktikanten bekommen (war selber mal in dem Laden, wirklich: Praktikanten erfinden dort Claims, die Unternehmen zahlen 5- und 6 stellige Beträge für die vermeintlich tollen Kampagnen).
Schlecker hat´s nicht besser verdient. Neues Image kommt nicht durch einen neuen Anstrich sondern durch eine neue Denke und Ausrichtung im Unternehmen. Und die gibt´s bis heute nicht.
das ist aber nett, so über seine alten kollegen herzuziehen..
In der Tat ist es so, wie Sie beschreiben, viele Agenturen leben geradezu davon, kostenlose und geringstbezahlte Praktikanten reihenweise bis zum Burnout auszusaugen und wegzuwerfen. Dabei kommt dann auch so ein Bullshit raus, wie wir ihn in der Werbung häufig zu sehen bekommen, mitunter eben auch jetzt bei Schlecker. Ganz davon ab gibt es ja auch noch den Agenturstrich, also eine Garde von Agenturen, die selbst kaum am Markt auftreten, sondern für die “Großen” wie Grey die Drecksarbeit machen. Lustig ist, dass es sich dabei oftmals um so kleine und übelst chaotische Agenturen handelt, zu denen die Kunden der “Großen” selbst nie gehen würden, auch wenn sie nur ein Drittel oder die Hälfte von dem bezahlen müßten, was die “Großen” verlangen. Aber da gibt es dann weder die Projektmanagerin, die im Meeting wieder die Aufmerksamkeit zu bekommen versucht, indem sie ankündigt sich ausziehen zu wollen (gemeint ist der Blazer), noch den Latte Macchiato aus Kopi Luwak Kaffee oder die Canapes beim Meeting. Aber na ja, Koks ist ja teuer und mindestens die Hälfter der mir bisher begegneten “Konzeptioner” / Projektmanager hat meines Erachtens ein ernstes Drogenproblem und ist vom anderen Ufer. Daher kommt auch das Gezicke solcher Leute bei Kritik an der technischen Umsetzbarkeit ihrer psychotischen Luftschlösser.
Ach ja, haben Sie schon einmal das Logo von Photo Porst mit dem neuen Logo von Schlecker verglichen? Sieht sehr ähnlich aus, nur in der Farbfolge etwas verändert und Kästen anstelle eines Verlaufs. Und die ach so tollen Icons sehen auch aus als hätte die ein selbstverliebter “Konzeptioner” mit iPhone im Enddarm entworfen. Mein Tipp: Wechseln Sie die Agentur! Am besten mal zu einer mittelgroßen Agentur ohne Koks, Massagen, Apple-Abo und anderem Quatsch für die IMHO häufig mehr oder minder geistig schwerstgestörten Mitarbeiter.
Ich möchte den Verantwortlichen an dieser Stelle gratulieren.
Ihre Aussage, dass 95% der Bevölkerung nicht über Sprache reflektieren, untermauern Sie durch eigenes Verhalten gleich dadurch, dass Sie Ihre Kunden als mit “geringem” Bildungsniveau ausgestattet beleidigen. Das nenn’ ich konsequent.
Hallo Karsten, es wäre schade, wenn bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, dass wir ganz normale Menschen beleidigen, wenn wir sagen, dass sie die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ausmachen und von uns hochgradig gewertschätzt werden.
Per Definition des Hauses Schleckers gehören also auch alle nichtpromovierten Akademiker (z.B. ich und meine Frau) zu den restlichen 95%, also laut Hr. Baum dem niedrigen bis mittleren Bildungsniveau, an.
Interessant.
Der “Slogan” regt in der Tat bei meinen Kollegen und mir einen Austausch über Schlecker an. Allerdings garantiert nicht mit dem Effekt, den Sie sich davon erträumen…
Sollten meine Ausführungen nicht ganz dem Stil entsprechen den Sie sonst so gewohnt sind, dann tut es mir ausgesprochen Leid. Als Dipl. Ing. gehöre ich ja nur maximal dem mittleren Bildungsniveau an…
Das fängt doch schon beim Namen “Schlecker” an, der auch einfach gebildeten Menschen Diskussionsstoff bietet durch seine eindeutige Zweideutigkeit. Nicht so mutlos wie Beate Uhse, deren Namenswahl man nun überhaupt nichts einschlägiges abgewinnen kann. Die letztere könnte ja z.B. nun mit “In you, in Ordnung” werben.
Angesichts der lebhaften Diskussion stellt sich mir die Frage, warum sich eigentlich nur Herr Patrick Hacker von der PR-Agentur komm.passion dieser öffentlich stellt. Dafür, dass er sich professionell vor seinen Kunden stellt und kommunikativ in die Bresche springt, gebührt ihm sogar Respekt. Fast schon Mitleid habe ich mit ihm, weil er sich nun auch noch für den vermutlich stressbedingten Schreibfehler rechfertigen muss. (So etwas nennt man wohl einen Freud’schen Fehler, oder?) Sollte nicht eigentlich Herr Florian Baum, seines Zeichens Leiter der Unternehmenskommunikation der Firma Schlecker und Unterzeichner des Briefs, der zum Stein des Anstosses geriet, hierzu Stellung nehmen? Für das Unternehmen gilt also wohl weiterhin das Motto “Aussitzen” bzw. “Die Agentur wird es schon richten.” Vielleicht hätte man dann auch besser gleich die Agentur auf den Brief an Herrn Schlecker antworten lassen. So ist das Ganze zu einem interessanten Lehrstück in Sachen Kommunikation geworden.
Ich bin der Meinung, dass dieser veröffentliche Brief ein klassischer Kommunikationsgau ist, der nicht unbedingt die Unternehmensmeinung (bzw. deren gewünschte Aussenwahrnung der Unternehmensmeinung) wiederspiegelt.
In der elitäten Königsgesellschaft Roigel, der der Autor angehörte, werden keine bescheidenen Gemüter geformt. Es ist nur eine Frage der Zeit gewesen, bis eine derartige Grundhaltung in der Schlecker Unternehmens-Kommunikation nach aussen dringt.
Dumm gelaufen, Herr Baum…
Einen Widerspruch hat uns Schlecker bisher aber noch nicht erklären können:
Nämlich, dass man einerseits angibt, dass die Hauptgruppe der Kunden zwar Menschen mit eher niederem oder mittlerem Schul-/Bildungsniveau sind – aber gleichzeitig meint man, man müsste diese Menchen unbedingt mit einer Fremdsprache ansprechen/beglücken?
Englisch wird nachweislich von 60% (der Gesamtbevölkerung) nicht oder nur schlecht verstanden. In der Zielgruppe der Hauptschüler dürfte dieser Anteil sogar noch drastisch höher sein!
Warum will eine Firma, dass ihre Kunden sie absichtlich nicht verstehen soll?
Das ist doch ein Widerspruch in sich, nicht nur rein von der Logik, sondern vor allem widerspricht das allen Grundlagen eines zielgerichteten und wirksamen Marketings und Werbekonzepts!
Zu behaupten, das wäre ganz sicher beabsichtigt, dass die Mehrheit der Kunden überhaupt nicht verstehen, was die Firma ausmacht und welche Werbebotschaft diese vermitteln will, halte ich für extrem gewagt, ja ich würde sogar soweit gehen das als Schutzbehauptung anzusehen (nicht der Firma Schlecker, sondern der Beauftragten PR-Firma/Werbe-Agentur, die ihren völlig unpassenden Claim nachträglich zu rechtfertigen versucht).
Ich halte die gesamte Firma Schlecker nicht für Schuldig in diesem Fall, sondern bin der Meinung, dass sich nur ein paar Manager bei Schlecker von einer Agentur über den Tisch ziehen hat lassen und sich einen wirklich völlig unpassenden und schlechten Claim aufs Auge hat drücken lassen – und das ganze für sehr, sehr viel Geld, welche die beauftragte Agetur für diese “Glanzleistung” kassiert hat.
Tut mir leid, aber es ist eine Grundlage des Webegeschäfts, dass man “Kunden in ihrer Welt abholen” soll und es zwingend notwendig ist, sie auch IN IHRER SPRACHE anzusprechen. Wer das nicht verstanden hat, sollte keine Werbe- oder PR-Agentur betreibenl, sondern zurück auf die Schulbank um die Grundlagen des Werbung erstmal zu begreifen.
Wenn das (angeblich) Absicht wäre, Kunden in Fremdsprachen anzusprechen, (damit sie faktisch nicht kapieren, was die Botschaft eigentlich ist), könnte man den Claim komplett streichen – oder ihn beim nächsten Mal am besten in Suaheli, Südschwedisch oder am besten och in kyrillischen Zeichen formulieren…das hätte nämlich noch eine “bessere” supterolle verwirrende Wirkung (die ja angeblich so beabsichtig war und ganz sicher der Firma Schlecker neue Kunden bringt ,-)
Der Claim bleibt nur im Gedächnis, weil er übertrieben schlecht ist.
Sehr geehrter Herr Hacker!
Ich habe bis es bis jetzt sehr genossen direkt über einem Schlecker zu wohnen. Der kurze Weg und das Warenangebot sind für mich sehr zufriedenstellend.
Mit Erschrecken muss ich aber nun in dieser Debatte feststellen, dass ich nach Ihrer Firmenauffassung als Akademiker nicht zu Ihren gewünschten Kunden gehöre.
Da ich aber dennoch die ideale Lage Ihres Geschäftes noch gerne weiterhin nutzen möchte, wäre meine Frage, ob Sie mir eine Stelle oder Behörde vermitteln können, bei der ich mein Abiturzeugnis und mein Diplom abgeben könnte und gegebenenfalls einen niedrigeren Schulabschluss nachholen könnte. Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, dass Sie spezielle Produkte, die für Akademiker geeignet sind in Ihr Warensortiment aufnehmen.
Ich hoffe, Sie können mir bei meinem Dilemma weiterhelfen!
Mit freundlichem Gruß,
Hans Derrad
Hallo Herr Derrad, ich selbst schätze im Moment den Beruhigungstee sehr, was ich aber nicht weiter an dieser Stelle ausführen möchte. ;-) Ganz ehrlich: Kein Mensch hat gesagt, dass irgendwer nicht bei Schlecker herzlich willkommen ist. Es ging bei der Prozentzahl alleine um sprachliche Aspekte des Werbespruchs und die vermutete Wahrnehmung bei promovierten Akademikern, Philologen usw. Ich vermute mal, dass Sie sich bisher bei Ihren Einkäufen (egal bei welchem Handelsunternehmen) nicht sonderlich um Werbesprüche an Schaufenstern oder in TV-Spots geschert haben. Meine Einkaufskriterien sind jedenfalls andere, zum Beispiel, dass der Laden so nah ist, dass ich eben mal zu Fuß zum Einkaufen hingehen kann. Was wir mit dem Blogpost noch einmal klarstellen wollten ist, dass wir alle Kunden schätzen – egal welchen Schulabschluss sie haben und dass Menschen mit einem Haupt- oder Realschulabschluss genauso wertvolle Bürger in unserer Gesellschaft sind, wie Menschen mit anderen Schul- oder Hochschulabschlüssen.
Also, das befleissigt sich der Leiter (Leider?) der Unternehmenskommunikation der “Stiltugend der Latinitas”. Schon klasse. Als vermeintlicher Angehöriger der gehobenen “Bildungsniwohs” (promoviert – ohne Abschreiben) muss ich erst einmal googeln – und kann mir dann immer noch keinen Reim darauf machen (und das mit großem Latinum…).
Alles Müller- oder was?
@donavetta: Viel Fisch – Feel Good. Härrrrlisch!
Bereits als ich diesen Claim nur neuen Schlecker Imagekampagne zu ersten mal erleben musste war ich entsetzt und habe diesen umgehen meiner persönlichen liste für alberne Claims hinzugefügt. Als ich allerdings erfahren habe welch Namhafte Agentur dieses etwas in die Welt gesetzt war ich nur noch enttäuscht.
Schwarz Braun ist die Haselnuss.
Patrick, das ist ein einprägsamer Claim oder im Schleckerdeutsch:black, brown is the hazelnut. Merken und umsetzen und Heino fragen……
Neeee … das ist zu englisch, da fehlt eindeutig die deutsche Komponente. Außerdem soll der Claim ja die “Nähe” thematisieren. Schlecker hat ja rund doppelt so viele Märkte in Deutschland wie alle Wettbewerber zusammen. Das kommt beim Thema “Haselnüsse” nicht so wirklich zur Geltung.
Sowohl der Sloagan ist unterirdisch und keinen Penny wert, zumindest die Masse an Euros, dir eine Agentur für so einen Kindergartenerguss verlangt.
Schlecker hat sich ein schönes Eigentor geschossen, gepaart mit der Arroganz eines Geisteswissenschaftlers, der sich auf seinen Titel einen runterholt.
Wer ein bisserl Unibetrieb kennt, weiß, adss nciht immer Fleißm und Intelligenz hinter einem Titel stecken, zumal Arroganz durchaus als Indikator für Dummheit betrachtet werden kann.
Schlecker, ich werde nie die schlechte behandlung deiner Mitarbeiter vergessen, noch diesen abstoßend stupiden Slogan, noch die Pestizide nach Feierabend. Schade, ich diesen Laden nicht mal boykottieren, da ich dort noch nie eingekauft habe.
> http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/fernsehen-entdeckte-sauerei-vergiftete-waren-bei-schlecker,10917074,9374258.html
Du sprechen Deutsch :D?
Für mein Satiremagazin freue ich mich über den Slogan. Das ist wieder ein gefundes “Denglish”-Fressen. Sprachlich halte ich ihn für ausgemachten Blödsinn. Warum sind Unternehmen in Deutschland immer der Meinung man sei besonders “hip” bzw. modern und läge im “Trend”, wenn man etwas Englisch reinpackt. Vielleicht sollte Ihre Marketing-Abteilung sich “committen” und die Sprachgewohnheiten der Hauptzielgruppe zu “proofen”. Dann wird man erkennen, daß diese Laute größtenteils noch Deutsch sprechen.
Ich finde den Claim auch nicht gut – Geschmackssache. Und dass sich der Herr Hacker vertippt hat, kann man ihm dann auch irgendwann mal nachsehen. Fast wichtiger scheint mir aber die Diskussion um das niedere Bildungsniveau: Ist es nicht so? Der große Anteil der Schlecker-Kunden hat ein tiefes Bildungsniveau und sind deshalb noch lange nicht doof. Das ist ein Fakt und ich halte es für scheinheilig, die veröffentlichten Marktforschungsergebnisse dem Unternehmen um die Ohren zu schlagen. Komischerweise regt sich nämlich niemand auf, wenn von einer Zielgruppe mit “hohem Bildungsniveau” gesprochen wird. Entweder man akzeptiert, dass es Menschen und damit Gruppen mit unterschiedlichem intellektuellem Niveau gibt, dann darf man sie auch benennen – oder man tut es nicht, und dann lässt man es gefälligst bei allen bleiben. Und auch bei Brillenträgern, Übergewichtigen, Untergewichtigen, Blonden, Rothaarigen etc. pp.
Ich denke, in Zeiten,in welchen PolitikerINNEN (Bundesfamilienministerin 2005-2009) von “bildungsfernen Schichten” sprechen, entbehrt es nicht einer gewissen Brisanz, öffentliche Vergleiche über “Bildungsniveau” zu ziehen. Das war einfach tölpelhaft formuliert. Eine andere Wortwahl hätte hier vieles vermieden! “Das gleiche gesagt – tut aber nur halb so weh!”
Ich habe spätestens nach der Hälfte der Beiträge aufgehört zu lesen. Dieses arrogante und elitäre Rumgepupe kann man nicht lesen. Typisch Geisteswissenschaftler, müssen immer alles besser wissen. Ist mir neulich schon unangenehm in meinem depak Seminar aufgefallen.
Damit meine ich nicht Sie, Herr Hacker. Sie machen das schon sehr souverän. Respekt.
Leute, gibt den Schlecker-”Erben” eine Chance. Die bemühen sich wirklich redlich, da kann man auch mal einen Gang runterschalten.
Ich habe gleich nach diesem Kommentar aufgehört zu denken – er tötete spontan meine Hirnzellen ab.
Nicht genug damit, dass er (wie einige andere Kommentare hier) wie klassisches Astroturfing wirkt, er weist Fehler auf, die man von Seminarteilnehmern nicht erwarten müssen dürfte.
Der “Claim” ist hirnrissig genug, um ein paar Vollidioten für ein paar Tage zu beschäftigen – und er passt perfekt in die nach Fäkalien stinkende Marketingwelt, die grammatikalische Fehler mit “Alleinstellungsmerkmalen” verwechseln. Dazu passt ganz gut, dass man Ihren Blog auch erreichen kann, wenn man die Subdomain “ar” vor die URL schreibt.
Ich finde den Slogan auch nicht schlimm und er ist sogar Zeitgemäß.
Ein bischen peinlicher finde ich die URL von dieser Seite wenn man sich den Punkt nach “ar” wegdenkt:
arschlecker-blog.com ;-)
Hübsch geschrieben von Patrick Hacker, das kommt total ehrlich rüber, weil kein Leser merkt, dass da die für die Krisen-PR engagierte Agentur nochmal die Feder geführt hat.
Was kommt danach, Herr Wort-Hacker ??? So könnte Ihre neue Werbekampagne aussehen:
“Schlecker. For you.Fort ?”
“Schlecker. Fort with you. Sofort”
“Schlecker. Fucked you. Vor Ort”
“Schlecker. Nur für die Dummen lecker”
“Laber, Lichter, Schlecker”
Der nächste Slogan sieht wohl so aus: 4 U 4 oRt
Das erweitert die Zielgruppe noch um die Leetspeaker.
Ad von Schleck
Meint wohl jedenfalls Spiegel online
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,794119,00.html
Das Motiv für dieses Denglisch dürfte nicht die Wirkung auf die Zielgruppen sein. Darum kümmern sich Unternehmenskommunikatoren meistens nicht – sondern um ihre Wirkung auf ihren eigenen Berufsstand. Agenturen und Kommunikationsleiter kommunizieren nicht mit Kunden sondern trachten danach, einander zu beeindrucken. Z.B. für Preisverleihungen von Agenturen an Agenturen. Denglisch ist dabei ihr eigener Duktus, auch als #Beratersprech bekannt.
Insofern ist der gewählte Spruch eine unbewusste Satire auf sich selbst. Und dass Sie die Diskussion auf der Metaebene nicht schaffen -wo eine Reflektion anstatt von Rechthaberei angebracht wäre- spricht gegen die Agentur.
Hier haben sich zwei Halbgebildete über ihre vermeintlich ungebildete Zielgruppe erhoben und sind dabei abgestürzt.
Das jetzige Motto ist noch verbesserungswürdig. Macht doch einen Kundenwettbewerb. Eure Kunden wissen am besten, was zu Euch passt.
Das fände ich auch gut. Man könnte Schlecker z.B.in “Schleckah” umbenennen. Oder ganz Gangsta- und P0rn-Rap-Style in “Rosetten-Schlecker”. Das wäre doch mal was. Und auf der Pressekonferenz dann ein übest stammelnder Rapper mit einem Spruch wie “Ey Mann, Alter, für meine Homies kaufe ich das Klopapier nur beim Rosetten-Schlecker. Alles klar, mann? Jooojoooo mann!”
Überweisen Sie mein Beraterhonorar in Höhe von 50.000 Euro bitte auf mein Schweizer Bankkonto in Spanien…
Kompliment Herr Hacker, dass Sie sich diese Kommentare so lange antun. In einem Blogeintrag über den Slogan und den Brief wird über die Arbeitsbedingungen und einen Rechtschreibfehler hergezogen als ob es kein Morgen gibt. Unglaublich. Aber wie schreiben Sie so schön – und es passt auf so viele Kommentatoren:
“Es entlarvt letztlich diejenigen, die sich derart äußern.”
Danke für Ihr Kompliment. Schlecker will Dialog führen und wir finden es gut, wenn mit uns und nicht nur über uns diskutiert wird.
Schlecker hat Jahrzehnte nicht mit Kunden und Mitarbeitern kommuniziert und nun heult Schleckter herum, dass niemand mit ihnen redet? Ja, geht’s denn noch? DiaLüg trifft es bei dem dampfgeschwängerten PR-Geschwafel hier um Welten besser…
Hallo,
ich schreibe gerade an meiner Promotion, kaufe aber trotzdem seit Jahren meine Zahnpasta und mein Duschgel beim Schlecker um die Ecke. Darf ich das überhaupt? Ich gehöre ja gar nicht zur Zielgruppe. Irgendwie fühle ich mich da jetzt nicht mehr gern gesehen.
Hallo David, sehr gern doch. Es hat doch nie jemand gesagt, dass Sie unerwünscht seien. Das stellen wir auch gern noch einmal klar: http://schlecker-blog.com/2011/10/brief-fuehrte-zu-missverstandnissen/
Respekt – schöne PR Kampagne. Na wenigstens hat der Slogan jetzt eine Wirkung.
Der Antwortbrief war übrigens gute Arbeit der Agentur & auch von Schlecker, das ist viral – das zieht!
Wenn ich als aktiver Gewerkschafter Schlecker nicht ohnehin bereits seit langem boykottieren würde… ich hätte Lust, mich mit einem Schild, das z.B. Ärzte, Anwälte/Richter, Pfarrer etc. zeigt, und der Aufschrift “Wir müssen leider draußen bleiben” vor den nächsten Schlecker-Markt zu stellen!
Der Ausdruck “vor Ort” ist ein treffliches Beispiel für die große deutschlandweite Karriere eines kleinen, sehr speziellen Idioms. “Vor Ort” entstammt der Bergmannssprache.
weiter:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,345416,00.html
Ist Schlecker denn jetzt ein Vorort?
Ich habe noch nie jemanden erlebt, der sich so häufig für einen Schreibfehler entschuldigen musste ;-)
Und ich kann auch die ganze Aufregung um den Claim nicht verstehen. Also ich fühle mich nicht durch ihn beleidigt. Die Leute auf der Straße tragen ja auch die Kleidung, die sie für kleidsam halten. Da können die Schlecker-Leute doch auch claimen, was sie für kleidsam halten ;-)
oh-weh, der XXXXXXXXXXXXXXXX geht schon wieder auf Kundenfang.
Diesmal mit einer leicht abgewandelten Strategie. Nicht wie bei der XXXXXXXXXX erst mal einhacken, um dann mit einem kleinen Beratervertrag als Fürsprecher gewonnen zu werden. Diesmal fährt er dem Sympatiehansatz…..
(Hinweis: Der Adressat dieses Kommentars wie auch der Name eines anderen Unternehmens wurden im Sinne der Netiquette unkenntlich gemacht. – 27.10.2011, das Schlecker Online-Team)
Ist doch schön, wenn Unternehmen wie Schlecker durch ihren Slogan einfach mal den kürzesten Bildungsniveau-Test bis dato definieren: Finde ich den Slogan gut – Ab auf die Haupt- oder Realschule. Spricht er mich nicht an, habe ich ein Indiz, dass ich auf ein Gymnasium gehöre.
Sollte man in Grundschulen am Ende der vierten Klasse einsetzen, macht vieles einfacher!
Vielen Dank!
3 Anmerkungen:
Ich halte den Slogan eher für gut als für schlecht. Dafür spricht die Kürze und der argumentierte “Value”. In vielen Dörfern ist Schlecker der einzige Laden.
Ungünstig (= doof) war der Begründungsbrief. Dessen Veröffentlichung und Diskussion die Rhetorik offenlegt.
& da liegt für mich das wirkliche Problem. Glaubt Schlecker ernsthaft durchschnittlichen Schlecker Kunden, die unteren bis mittleren Bildungsniveaus zuzuornden sind, weiterhin die Produkte eher teuer verkaufen zu können. Ich wünsche der Firma Schlecker, daß sie es packt, daß sie sich wirklich verändert: Ein Mitarbeiter ist ein Mensch! Schafft Bedingungen, die ihn motivieren, dann hat er Kraft. Ein Lieferant ist ein Partner….
Mein Gott Schlecker! Du warst schon immer unsymphatisch: Mitarbeiter ausbeuten, Dumpinglöhne und jetzt auch noch DAS!
Wie wärs mit dem Claim:
BIG FAIL, for You?
Man kann in dieser Diskussion nur eines feststellen: Der Antwortschreiber hätte mal lieber die Regeln der Netiquette dieser Seite beachtet.
Und vielleicht den Brief mal nach zwei oder drei Stunden nocheinmal gelesen.
Dann wäre ihm mit Sicherheit aufgefallen, daß man so nicht von seinen Kunden sprechen kann und darf.
Das Festmachen des Bildungsniveaus eines Menschen an den Grad seines Schulabschlusses zeigt lediglich, daß da anscheinend jemand aufgehört hat zu lernen und auf seinem irgendwann erreichten Niveau stehengeblieben ist.
Ich bin der Meinung, daß der Mensch für gewöhnlich mit der Aufgabe wächst, was mit Sicherheit die breite Mehrheit der Bevölkerung dieses Landes jeden Tag schafft und dabei dazulernt.
Uns werden Sie jedenfalls nicht mehr als Kunden in Ihren Geschäften finden, wir werden künftig unsere Einkäufe an anderer Stelle tätigen.
Pingback: For You-Vor Ort « monstropolis
Interessant dass hier erst einmal Aldi erwähnt wurde. Wie sind die beiden Brüder Albrecht zu den reichsten Deutschen geworden? Kleinvieh macht offensichtlich eine Menge Mist. Schlecker ist heute da, wo Aldi noch vor 10 Jahren war: ganz unten in der Kosumkette. Mit “Aldi-Schampus” begann der Aufstieg in die höheren Kosumregionen, was aber nur bedeutet, dass die Akademiker, die früher heimlich bei Aldi einkauften, sich auf einmal offen dazu bekannten. Was lernt man daraus? Neue Kunden gewinnen ohne die Stammkunden zu vergraulen, dass können die Albrechts offenbar besser, als sich das der Herr Magister Baum so denkt.
Super Sache hier. Genau das ist Web 2.0 – ein öffentlicher Austausch, an dem sich Kunden und Anbieter begegnen. Und ob es hier jetzt darum geht, dass sich ein Werbefachmann zu weit hinausgelehnt hat, weil er ganz selbstverständlich englische Termini verwendet, weil das die Fachsprache der Branche ist oder ob das mittlerweile die Alltagssprache der Gesellschaft ist oder ob das gar nicht geht, weil wir hier in Deutschland sind und wir hier gefälligst deutsch sprechen. So weit wie in Frankreich sind wir ja noch nicht, dass der Staat die Einhaltung der Landessprache überwacht und darauf achtet, dass sie sauber bleibt. Aber wir könnten jetzt an der Schwelle dazu stehen, dass die Kundschaft Einfluß darauf hat, wie sich das Unternehmen präsentiert. Sind die Unternehmen schon so weit? Sind die Kunden schon so weit? Schlecker reagiert zumindest – oder nützt es um von sich reden zu machen. Sind das nur Vorurteile, die auf den Hintergründen des alten Web beruhen? Achso! Wir sind alle gerade dabei und auch dazu aufgerufen, selber dazu beizutragen, die Möglichkeiten des Web 2.0 zu nützen. Unternehmen und Verbraucher. Es bleibt spannend! Wer sich informieren mag, ich kann dieses Buch nur empfehlen: http://tiny.cc/c5d0t
Schlecker. Epic Fail. Vor Ort.
Dank des Links von Sascha Stoltenow konnte ich zumindest die Antwort von Schlecker (Florian Baum) nun endlich mal lesen. Um es kurz zu machen:
a) ich mag den Claim nicht und finde ihn schon arg holperig, muss ihn aber auch nicht mögen, wie einige andere auch.
b) ist es mir schon immer ein Dorn im Auge ewig zu hören, dass unsere Sprachkultur verkommt. Kultur wird von der Gesellschaft gemacht und geprägt. Insofern ändert sich unsere Sprachkultur im Laufe der Zeit, aber sie verkommt nicht.
c) Für mich absolut unverständlich und der eigentlich große Schnitzer: Warum um Gotteswillen muss sich die Unternehmenskommunikation das Bildungsniveau bemühen? Wenn ich mir in der Antwort den Satzeinschub weg denke (“Dieses Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden ansprechen”) und den Satz “die Zielgruppe unseres Werbespruches sind auch nicht die vielleicht 5% [...] – sondern die übrigen 95%” ebenso streiche, dann sagt der Brief immer noch das Gleiche aus. Fingerspitzengefühl war die Antwort auf alle Fälle nicht.
d) Für mich ist die Argumentation “…polarisiert, weil sich Menschen darüber austauschen” mindestens so bemüht wie der Spruch selbst. Austauschen ja, polarisieren im Sinne von Gesellschaftsschichten?? Wohl eher nicht.
Außer “Kommunikationsfachleuten” schreibt hier wohl niemand. Der Ton, in dem sich diese hier äußern, finde ich bezeichnend für eine genervte Branche. Der Ton, in dem Herr Hacker darauf antwortet, ist angenehm sachlich und tapfer. Die Bildungsniveau-Headline ist gut, der Claim mau, Schlecker wird’s überleben.
…reden SIe auch von den seit 15 Jahren im Haus arbeitenden Mitarbeitern, mit mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau die das Haus mit Videotechnik hat bespitzeln lassen?
Natürlich nur zur QS-Sicherung und nicht, weil man das Bildungsniveau auch mit weiteren Parametern gleichsetzt?
Oder war das auch nur die schlechte Presse gleich dem Prinzip “alles nur in den falschen Hals bekommen”?
Wer sich hier entlarvt hat ist ja wohl unverkennbar. For me. Ganz klar.
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Eben fällt mir auf, dass Sie, Herr Hacker, nicht im Hause Schlecker angestellt sind. Es ist inzwischen einfach bezeichnend, dass die Firma Schlecker im Allgemeinen und Herr Baum im Besonderen hinter einer externen Agentur verstecken.
PR-Nachhilfe
So hätte ein Text aussehen sollen:
Blablabla, … kann Ihre Kritik verstehen…
Durch die moderne Vernetzung und Öffnung der Märkte erlebt auch die
Sprache in jedem Land verschiedene kulturelle Einflüsse. Ein deutsches Kind
kann heute Vladimir, José oder Steve heißen.
Während es für manchen wichtig ist, die deutsche Sprache als Kulturgut zu
schützen, kann dies nicht die Aufgabe einer Handelsmarke sein und ist daher
auch nicht unser Anliegen.
Vielmehr setzt sich Schlecker dafür im Rahmen der Schlecker-Initiative “Der
gute Nachbar” mit Spenden für die Finanzierung und Umsetzung karitativer
und allgemeiner Projekte ein. Dies ist unser Beitrag zur Gesellschaft.
MfG
xyz
Fertsch.
Also hier schreibt mal ein Büroangestellter mit Hauptschulabschluß der gerade an der Abschlußarbeit seines Masterstudiums arbeitet.
Ich gehöre für euch Flachpfeifen also zur unteren Bildungsschicht in Deutschland.
Aha ….. das sagt doch viel über Überheblichkeit und verblendete Arroganz eines Managments aus, dass sich für geistig priviligiert hält.
Ich würde mich ja jetzt gerne mit eurem Management geistig duellieren, aber ich sehe die sind unbewaffnet.
Ich denke das einfache bis mittlere Bildungsniveau sitzt in der Vorstandsetage Ihres Unternehmens.
Erst die Mitarbeiter abzocken und dann auch noch die Kunden herabsetzen. So viel blödheit muss bestraft werden. mein Geld bekommt Ihr nicht mehr. DM ist auch ein schöner Laden.
Schönen Tag noch ….
Pingback: Anton Schleckers Imperium.... - Seite 2 - Fanlager
Liebe PR-Abteilung von Schlecker,
es mag ja sein, dass intern nach Bildungsgraden differenziert wird. Aber extern solten Sie schon die Symbolik Ihrer Kommunikation berücksichtigen. Zumal unter Ihnen Magister der Kommunikationswissenschaft sind. Man kann seine Kunden auf vielfältige Weise ansprechen. Aber “niedriges Bildungsniveau” ist definitv das ungeeignetste Label. Ich kenne Menschen, die lediglich einen Volksschulabschluss haben und erfolgreich in einer führenden Position sind. Und ich würde nie einen Menschen aufgrund seines Schulabschlusses ansprechen. Für eine Unternehmens-PR zurecht eie Katastrophe. Ich habe viel mit Menschnen zu tun, die teilweise gar keinen Schulabshcluss haben. Aber ich könnte sie nie erreichen, wenn ich das zu ihrem Merkmal machte.
Besser sind Sie und ich auch nicht. Und ich habe vier Titel.
Schlecker, oh Schlecker. Ihr trefft aber auch wirklich zielsicher jeden Fettnapf. Und wenn er so groß wie der Bodensee ist.
Habt Ihr mal geprüft, ob Eure Agenturen evtl. auch von Budnikowsky und dm bezahlt werden?
Nach der Gauss’chen Normalverteilung betrachtet müßte “Mittleres Bildungsniveau” ungefähr 50 % der Bevölkerung umfassen. die je 25 % darüber und darunter sind wohl höheren und höchsten, bzw. keinen und niedrigen Bildungsniveaus zuzuordnen.
Offensichtlich richtet sich das – wenn auch von der Telekom ungeschickt abgekupferte – Motto an die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung.
Interessieren würde mich allerdings, welchem Niveau sich die jeweiligen Autoren zuordnen? Wohl in der Mehrzehl Akademiker, die ohnehin nicht zu den Schleckerkunden zählen?
Wenn, dann stellte sich die Frage – was wollten diese mit ihrer Beteilgung an diesem Forum?
Ihren narzistischen Hang zur Selbstbeweihräucherung ausleben?
Nur mehr davon! ;-)
Deutsch, Englisch, Denglisch – alles egal. Werbung hat einen einzigen Zweck: Ins Gespräch kommen. Und das hat Schlecker auf grandiose Art und Weise geschafft. Um in unserer übervollen Werbewelt überhaupt noch Aufmerksamkeit erregen zu können, muß man in die Trickkiste greifen.
Der (vorgebliche) Leser der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ war von Beginn an in die Kampagne eingebunden.
Zuerst kommt der Slogan. Je blöder (= auffälliger), desto besser; Denglisch eignet sich dafür vorzüglich. Dann der fingierte Brief von Herrn Florian Baum. Der überheblich-arrogante Tonfall, das M. A. zur Untermauerung der Zugehörigkeit zur Elite sind Kernstück und zwingend notwendig für das was dann kommen soll: Empörung auf allen Kanälen. Man nennt es auch Virales Marketing.
Schlecker hat von Anfang an auf Empörung gesetzt.
Glauben Sie etwa selber an das, was Sie da gerade hergeleitet haben? Das klingt für mich eher so, wie das, was aus dem laienhaften Verständnis bez. Marketingpsychologie landläufig kolportiert wird. Mit der Realität hat das sehr wenig zu tun.
Nächstes Jahr steht eure Selbstdemontage in den ersten Marketingbüchern unter der Rubrik “How nicht zu…”.
See what I did there?
Aufgrund des vielfältigen Feedbacks möchten wir den Vorgang nochmals aus unserer Sicht darstellen:
http://schlecker-blog.com/2011/10/brief-fuehrte-zu-missverstandnissen
Pingback: Der kurze Lacher zum Feierabend | Zukunftskinder 2.0
Ich habe den Brief gelesen und finde es interessant, wie lange manche Mitmenschen sich an einer unglücklichen Formulierung festbeißen können. Auch das dauernd auf dem Tippfehler hingewiesen wird, finde ich nervig.
Was mir gefällt und den Wandel im Unternehmen spürbar macht, ist dieser Blog. Dass sich das Unternehmen zu den Vorwürfen äußert und nicht mehr mauert (kein Kommentar, usw.), verdient Respekt. Weiter so! Ob dies nun in Zusammenarbeit mit einer professionellen PR-Agentur oder in Eigenregie passiert, was macht das für einen Unterschied?
Mich würde auch mal interessieren, ob sich „Herr Dr. P. W.“, an den der Brief adressiert war, genauso amüsiert, wenn eine verflossene Jugendliebe, peinliche Liebesbriefe von Ihm, ohne dessen Wissen veröffentlichen würde.
In einem Artikel auf http://www.derhandel.de sagt Frau Elias vom Verein Deutsche Sprache, dass der Brief von Schlecker das “unsoziale Ansehen, welches das Unternehmen in der Öffentlichkeit hat”, unterstreiche. Demnach handelt es sich um eine Selbstverständlichkeit, Briefe, welche nicht mal an die „Deutsche Sprachwelt“ in Erlangen adressiert waren, zu veröffentlichen. Angesichts der klammen Finanzlage unserer Staates, könnte dieser ja, um Versandkosten zu sparen, die Steuerbescheide nicht mehr per Post verschicken, sondern auf der Internetseite des BMF veröffentlichen. Da kann ja dann jeder nachschauen, ob er eine Steuererstattung bekommt oder eine Nachzahlung zu leisten hat.
Mit der unglücklichen Formulierung bewahrheitet sich der Spruch: „Erst denken, dann reden (bzw. schreiben). Aber, bevor man sich über schlechte Arbeitsbedingungen als außenstehender öffentlich äußert, sollte man erst mal recherchieren, ob dies immer noch zutreffend ist. Mir ist auch klar, dass sich immer die gleiche Nachricht (Schlechte Arbeitsbedingungen bei Schlecker, oder andern Unternehmen) über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis einbrennt, und der Satz „Unternehmen XY hat sich mit ver.di geeinigt“, auch wenn es in der Tagesschau gesagt wird, nicht registriert wird. Aber, an den schlechten Arbeitsbedingungen in diversen Handelsunternehmen sind nicht nur Geldgeile Unternehmer und Manager allein verantwortlich. Als Kunde haben wir eine erhebliche Mitschuld an diesen Bedingungen. Solche Vorwürfe der Bespitzelung gab es auch bei Lidl, ebenfalls hatte ALDI schlechte Nachrichten (u.A. Behinderung bei der Bildung eines Betriebsrates). Ob dies jemals so war, oder immer noch so ist, kann ich als Außenstehender nicht beurteilen. Letztendlich, wenn der eigene Geldbeutel davon betroffen ist, sind wir doch alle egoistisch. Erst komme ich und dann ganz lange nichts. Frei nach dem ehemaligen Claim eines anderen Unternehmens: GEIZ IST GEIL!
Falls das alles eine Marketing-Strategie ist, dann hat sie bei mir funktioniert, weil ich mich mit der Fa. Schlecker wieder beschäftige, nachdem ich ihre Läden wg. des Ver.di-Schwarzbuchs nur noch betreten habe, um die bevorzugte Katzenstreu meines Haustiers zu erwerben (gibt’s sonst nirgendwo). Gut gemacht!
Nicht nur, dass der Werbespruch und auch das neu gestaltete Logo einfach nur billig und doof wirken, auch die Läden sind in letzter Zeit kaum noch mit ausreichend Ware versehen. Ich kaufe dort sicher nicht mehr ein.
*Ironie an* Vielleicht bin ich auch einfach zu schlau für dieses Unternehmen?!? *I off*
Hab eine Schlecker-Filiale direkt vor meiner Haustür. “For me. Vor Ort.” sozusagen. Bildungsniveau hin oder her – denke, die meisten – auch die Kritiker – verstehen, was ihr mit dem Claim sagen wollt. Spätestens wenn man mal dringend Klopapier braucht, sollte dann auch den meisten klar werden, dass das Bildungsniveau manchmal eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Irgendwie erheiternd, mit welchen Argumenten ein derart alberner Slogan verteidigt wird. Mehr ehrlich, ihr habt doch wie viele andere Firmen auch geglaubt, man brauche bloß ein paar englische Brocken einzustreuen, und schon geht alles seinen Gang. Und nun schiebt man noch mehr Floskeln hinterher (wir wollen “polarisieren”), anstatt einfach zu sagen – hey, war vielleicht doch nicht so toll. Dann dieses bemühte Gerede vom Bildungsniveau – was bitteschön interessiert euch der Bildungsabschluss eines Kunden, der Weichspüler und Slipeinlagen kaufen will?
Na gut, einkaufen werden ich bei euch trotzdem nicht mehr, dafür habt ihr in der Vergangenheit einfach zu viel Mist gebaut. Obwohl ich – nur mit Realschulabschluss – eigentlich ja zu eurer Zielgruppe gehören müsste…
Übrigens, Herr Hacker: Wieso reden Sie eigentlich in Bezug auf Schlecker “von unserem Unternehmen”, wenn Sie offenbar gar nicht bei Schlecker arbeiten?
Pingback: Der Fall Schlecker – Vor Ort und hoch zu Ross - fuellhaas.com - Online Reputation Management und Social Media-Kommunikation
Nicht die Menschen die bei Schlecker einkaufen sind ‘„dumm“ oder „unterbelichtet“’ sondern euer Spruch ist ‘„dumm“ oder „unterbelichtet“’!
Und die Mitarbeiter in den Schlecker-Läden sollen sich mal hier äußern und sagen wie gut sie vom Unternehemen behandelt werdenund wer sich hier ‘„dumm“ oder „unterbelichtet“’ verhält, die Unternehmensführung oder das “Rückrat der Gesellschaft”?
Pingback: Mururoar » Slogans für Kunden mit niederem bis mittlerem Bildungsniveau
Pingback: Links der Woche #43: Über Schlecker und den Slogan “For You. Vor Ort” | warndorf.KOMMUNIKATION
Hallo Herr Hacker,
mit dem was ich ansatzweise über PR weiss, ist Ihr Ansatz “bewusste Auswahl, da es polarisiert” durchaus ein richtiger. Meines Wissens sollte sich die Polarisierung jedoch innerhalb der Zielgruppe abspielen, die durch die daraus entstehenden kognitiven Prozesse sich mit der Marke auseinander setzen. Soweit so gut. Aber eines (bitte rein konstruktiv verstehen) fällt auf: Die einzige Polarisierung, die ich in den allermeisten Blogs (auch hier wenn man sich die posts anschaut) feststellen kann, ist die zwischen Unternehmen und Kunde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Polarisierung gewünscht ist. Daher ein wirklich gut gemeinter Rat, den ich aus dem ersten Markteting Semester damals mitgenommen habe: “Denken und Fühlen Sie im Kopf und Herzen Ihres Kunden”, das bedeutet im konkreten Fall: Gehen Sie auf Ihre Bestands- und potenzielen Ziel-Kunden zu, räumen Sie ein, was die breite Masse anscheinend so sieht, dass der zugegeben witzige Brief Ihres Unternehmenssprechers ein bedauerlicher Fehler war, und kümmern Sie sich um einen neuen Slogan.
Auch wenn die Reaktion auf den Brief und das gesamte “Krisenmanagement” aus meiner Sicht noch verbesserungswürdig ist, muss ich anerkennend feststellen, dass Schlecker im eigenen Blog kritische Kommentare (und vielleicht auch polemische Kommentare) nicht löscht. Es wird sogar versucht, die eigene Position zu erklären. Das ist bisher einzigartig und ein guter Schritt zu einem besseren Firmenimage. Gratulation!
Herr Hagen,
wo wird denn hier das Image verbessert? Das Image lautet: Ramschware in unsympathischen Läden, nicht gerade billig und äußerst miese Arbeitsbedingungen und Vorgesetzte (ich weiss wovon ich schreibe – das dürfen Sie mir glauben)
Ich habe mir die Mühe gemacht und auf meinem Weg in die Innenstadt zwei Schleckerfilialen aufgesucht und das Thema angesprochen. Beide Mitarbeiterinnen wußten angeblich überhaupt nicht worum es geht und wurden sehe schnell sehr rot im Gesicht. Nur weil der Blogbetreiber kritische Kommentare nicht löscht, wird doch nicht nur dadurch am Image gefeilt!! Wäre ja auch noch schöner wenn Welt.de und Bildzeitung und FTD.de ihre Artikel noch um die Information ergänzen möchten, daß Kritik im Schleckerblog nicht geduldet wird.
Lieber Herr Pelke, wir lassen jede Kritik zu, solange sie nicht gegen Gesetze oder die Netiquette verstößt. Die Kommentare hier zeigen das doch.
“For You. Vor Ort”.
Unternehmen, die Anglizismen mit aller Gewalt in ihre Werbebotschaften pressen, sollten alle Kunden wie folgt begegnen:
Den/Die Verkäufer/in im Laden auf Englisch zu Produkten fragen oder – besser noch – in Gespräche verwickeln. Wenn ein Unternehmen mit englischen Slogans prahlen muss, sind doch sicher auch die Angestellten in der Lage, sich perfekt auf Englisch zu unterhalten?
Oder besitzen die selbst nur unteres Bildungsniveau?
Herr Meiniger,
damit bringen Sie nur die Mitarbeiterinnen in Verlegenheit. Alle sie auf die akuelle Kritik anzusprechen ist ihnen sichtlich peinlich. Wenn überhaupt, dann muss man sich den Regionalleiter packen und ihn nach SEINEM Bildungsniveau befragen. Die Damen im Laden kann man nur zu ihren Führungsleuten bedauern und verdienen eine manierlichen Umgang.
Über den Slogan will ich hier nichts sagen. Wer so MAFO-Gläubig ist …
Und nehmt dem Herrn Baum das doch nicht so übel. Immerhin hat er individuell und ausführlich auf einen dieser “Ich-weiß-was-Herr-Lehrer” Blödmannsbriefe geantwortet.
Und diese Antwort noch zu veröffentlichen – unverschämt!
Das die Schlecker-Kundschaft nicht aus der High-Society oder dem oberen Bildungsmilieu kommt sondern “von Nebenan” dürfte doch eigentlich fast klar sein.
Michel
Pingback: Schlecker und der Shitstorm – Skandal? Skandälchen? - PR-Fundsachen
Pingback: Apes on fire / Die Sache mit dem Klopapier
Ich würde gern mal den Brief sehen, der an euch geschickt wurde und Auslöser der ganzen Sache war. Ladet den doch mal hier hoch.
Hallo Johannes, danke für deinen Kommentar. Bei dem Schreiben handelt es sich um einen persönlichen Brief an Schlecker. Wenn der Autor diesen selbst veröffentlicht, stehen wir dem sehr aufgeschlossen gegenüber. Wir werden das aber nicht tun.
Verständlich, dass der Fauxpas des Leiters Ihrer Unternehmenskommunikation glattgebügelt werden soll. Aber wie es jetzt auch gemacht wird, als Flucht nach vorn, relativieren oder schönreden: Ich finde, dass die Aussage eindeutig war.
Wenn Schlecker intern meint, es sei die richtige Strategie mit diesem klaren Herrschaftsdenken von ‘oben’ und ‘unten’ die Marke sowie das Verhältnis zu Kunden und Mitarbeitern zu managen – gut, jeder wie er mag. Ich kann als Konsument immerhin auch meine Schlüsse daraus ziehen.
Richtig Patrick.
Ich besuche die Filialen sowieso schon recht selten. Aber heute habe ich die zwei Damen in unterschiedlichen Filialen nur auf dieses Thema befragt und nichts gekauft, obwohl ich das erst vor hatte, weils heute eine Aktion mit Leuchtmittel gibt. Aber wenn die Mitarbeiter vor Ort nicht Bescheid wissen, dann will Schlecker offensichtlich nicht…. ich werde solange keine Filiale mehr betreten, bis sich Schlecker nicht offiziell entschuldigt. Und zwar Schlecker. NICHT der Pressemann. Denn Schlecker steht offentsichtlich hinter diesem schlechten Umgangston des Herrn.
Für die Zukunft bin ich wohl einfach zu schlau, um bei Schlecker einzukaufen.
Meine Wahl: DM – Da bin ich Mensch, da kauf ich ein.
Wenn sich der werte Leiter der Unternehmenskommunikation, Herr Baum, bemüßigt fühlen würde, sich ähnlich vernünftig wie der externe Dienstleister Herr Hacker hier im Blog zu äußern, wäre ich für meinen Teil schnell mit Schleckers Werbespruch und der von Herrn Baum angezettelten Schleckerkundenbildungsniveaudebatte versöhnt.
Natürlich kann man von dem Werbespruch halten, was man möchte. Es ist halt mal ein Spruch.
Natürlich gefällt er dem Verein für Sprachpflege und dessen Mitgliedern nicht.
Natürlich wollte Herr Baum die Kritik geschickt umschiffen und Sympathie mit dem grundsätzlichen Vereinsanliegen zum Ausdruck bringen. Blöd halt, daß der Brief veröffentlicht wurde – nicht nett, und daß Herr Baum halt ein bißchen zu weit für seine Erklärung ausgeholt hat: Hierzulande wird man nicht so gerne in “niedere” Bildungs- oder sonstige Schichten eingeteilt.
Und natürlich hat sich Herr Hacker vertippt ;-).
Pingback: “Niedriges Bildungsniveau” bei Schlecker-Kunden? Unternehmensbrief sorgt für Ärger und Unverständnis | heddesheimblog
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Das ganze PR-Geschwafel und Herumreden um den heißen Brei wird die Empörung nicht bremsen können. Der Leiter der Unternehmenskommunikation kommuniziert wohl so, wie es bei Schlecker in Bezug auf Kunden und Mitarbeiter üblich ist. Das schmückt Schlecker natürlich nicht und deshalb sollen nun ein paar PR-Nutten, NLP-Schwachmaten und Berufslügner die Wogen glätten. Wird nur leider nicht gelingen, befürchte ich. Aber ganz ehrlich, Schlecker ist für mich ein Mist-Konzern mit einer nicht minder mistigen Agentur und nun auch einem Claim vergleichbarer Qualität.
Mich irritiert, dass Hausfrauen und Hausmänner nach Ansicht von Schlecker kein hohes Bildungsniveau haben. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich die Situation in meiner Familie anders einschätze.
PR-Desaster und Shitstorm – siehe unsere Zusammenfassung Netbreeze Blog
Da lobe ich mir doch dm:”Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein”
Ist doch schöner als Mensch gesehen zu werden, anstatt als Bildungsniveau…
Wobei haben die nicht diesselben Produkte wie Schlecker?
Was mich sehr amüsiert hat war die Argumentation von Herrn Hacker in einem obigen Kommentar, dass mal als Kunde sich ja eh nicht um den Claim schert sondern Faktoren wie Erreichbarkeit ausschlaggebender sind… Dann macht ja alles keinen Sinn (dafür aber PR).
Verrückt!
Die Intelligentsia kracht mal wieder in die intellektuelle Nordkurve
Wer nur die Hauptschule besucht hat, der weiß um sein Bildungsniveau. Er ist ja nicht dumm. Und freiwillig hat er dieses Niveau wohl kaum. Mehr Geld hätte er sicher auch gern, um in den “besseren” Läden schickere Dinge zu kaufen. Aber
wenig Geld = nicht so schnieke einkaufen
UND
wenig Geld = wenig Geld für Schule.
Irgendwie scheint irgendwer in der Schule die große Bildung zwar serviert bekommen zu haben, bloß im Bestimmungsort Hirn ging etwas daneben. Das tut es auch heute noch…
http://meedia.de/werbung/schlecker-halten-kunden-nicht-fuer-dumm/2011/10/28.html
WARUM regen sich die Leute eigentlich auf – und WORÜBER regen sie sich auf? ZWEI völlig verschiedene Dinge und zwei völlig verschiedene Welten.
Das WARUM ist leicht erklärt: Weil die Leute keinen Ahnung von Markforschung, von Marken und von Werbung haben. Von Deutsch auch nicht.
WORÜBER sie sich aufregen, ist ihnen überhaupt nicht bewußt: über ihre eigene Dummheit. Wobei man strengstens unterscheiden muß zwischen DUMMHEIT und BILDUNGSNIVEAU.
Jemand, so intelligent er auch sein mag, der nur die Hauptschule besucht hat, hat UNTERES Bildungsniveau. Macht das Jemanden, der nur die Hauptschule besucht hat, automatisch zu einem Dummen? Antwort: NEIN!
Wer von denen, die sich da so aufregen, hat sich mit Markforschung beschäftigt oder mit der Wirkung von Werbung und/oder PR-Slogans? Wenn die Aufreger etwas von Marktforschung begriffen hätten, würden sie sich nicht so aufblähen. Dann wüßten sie, daß gerade ein schräger Slogan viel besser wirken kann (und das drückt sich in
Umsatz aus!) als ein glatter.
Warum regen sie die Leute eigentlich auf? Regen die sich mit der gleichen Drehzahl ihrer Hirnwindungen auf über Mario Barth, dessen geistiges Niveau noch deutlich unter dem seiner Zuhörer zu liegen scheint? Oder etwa umgekehrt? Oder beide gleich
und beide unten?
Wenn die Kundschaft von Schlecker eine bestimmte Bildungszusammensetzung hat, kann
man (und hat man offensichtlich auch) diese Zusammensetzung ermitteln mit Statistik.
Und man paßt seine Werbung diesem Bildungsniveau an. Es nicht zu tun wäre ziemlich dumm: Zielgruppe verfehlt. Bei dem Drogeriemarkt mit der größten Zahl an Filialen wäre auch der kleinste Fehler fatal. Aber das weiß Schlecker schon längst… Und FREIWILLIG macht keiner Fehler. Nicht mal Schlecker…
Ein Slogan ist immer eine Gratwanderung. Im Moment wird der Slogan bekannter und der Öffentlichkeit bewußter, wegen des Gekreisches darüber. Damit wird der Slogan noch effektiver. Aber in welcher Richtung? Wendet sich das Pendel zum Guten oder zum
Schlechten, zieht es Schlecker rauf oder runter? Es ist an Schlecker, JETZT seine gesamte Intelligenz einzusetzen und der Intelligentsia die Antwort zu erteilen, die sie verdient. ABER SO, daß die Kundschaft von Schlecker sie auch versteht! Und die
Kundschaft hat noch weniger Ahnung von Marktforschung als die keifende
Intelligentsia.
Keine Leichte Aufgabe, aber sie ist zu lösen. ERSTENS mit Satire und ZWEITENS, indem man über das Marketing ganz offen und ehrlich berichtet. Letzteres hat man getan. Bloß begriffen haben es die Aufheuler nicht, die sich nun beschweren. Es ist doch IHR BILDUNGSSTAND, den sie hier zur Schau stellen und IHRE UNFÄHIGKEIT, Marketing zu begreifen. Wären sie klug, würden sie sich über Marketing informieren. Aber SO klug sind sie nicht. Höherer Bildungsstand (so meinen sie) – also nicht das Zielpublikum für Schlecker. Womit sich wieder zeigt, daß Bildungsniveau und Intelligenz nicht das
gleiche bedeuten.
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http://www.crankwatch.com
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Ich gebe zu, nicht alle Reaktionen gelesen zu haben, möchte aber mal äußern, dass mir Herrn Hackers Umgang mit der Situation in dem Maß gefälllt, wie mir der Brief von Herrn Baum missfallen hat. Nämlich sehr. (Man muss ja auch mal loben können.) Wegen des Werbespruchs habe ich kurz mit den Augen gerollt und bin danach genau so oft zu Schlecker gegangen wie vorher. Denn in den zwei Filialen, die in meiner Nähe sind, sind die Mitarbeiterinnen nämlich ausgesprochen nett.
Hallo Judith, danke für das Lob. Das tut wirklich gut. Wenn Sie mir verraten, in welchem Markt Sie einkaufen gehen, gebe ich das zweite Lob natürlich sehr gern an die Kolleginnen vor Ort weiter.
Sehr gern. Es würde mich freuen, wenn die Damen positives Feedback bekämen. Da wäre einmal die Filiale am Dorotheenplatz in Leipzig und sogar noch ein bisschen netter sind die Mitarbeiterinnen im Markt auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig.
Also als ich den ersten Laden in Berlin mit dem neuen Slogan gesehen hatte dachte ich, na wieder sone lustige Guerrilla-(Kunst)Aktion von Gentrifizierungsgegnern, die Aufmerksamkeit erregen wollen, ohne Autos anzuzünden.
Aber dass das wirklich ernst gemeint ist…
Sei doch einfach Schlecker!
Mir war Schlecker immer suspekt, aufgrund seines Umganges mit seinen Mitarbeitern.
Aber als ich dann gehört habe, wie eine Nachbarin, die Filialleiterin war, aufgrund ihres Alters, bzw. wegen ihres etwas höheren Einkommens bei Schlecker rausgemobbt wurde, kann ich nur sagen: Einfach nur ekelhaft. Der Umsatz bei der betroffenen Filiale ist dann um 30% zurückgegangen. Da sich dieses Verhalten im Ort herumgeprochen hat. Deshalb: Hut ab vor den Schleckerkunden. Diese Dikussion wird den Umsatz und Gewinn weiter in die richtige Richtung leiten (nach unten). Auch die neue Schleckerzielgruppe, die Türken, wird da auch nicht helfen, da sich dieses wenig soziale Verhalten gegenüber den Beschäftigten dort noch viel schneller herumsprechen wird.
Der gute Herr Baum, der sich ja so der “Latinita” verpflichtet fühlt, ist ja des Deutschen selber nicht mächtig. Er wollte wohl von “reflektierenden” Sprachverwendern sprechen, und nicht von “reflektierten”. Die Aussage, er “sähe den Verein mit Wohlwollen” ist sprachlich auch nicht ganz rein, vielleicht bringt der dem Verein sein Wohlwollen entgegen. An sich schon eine Anmassung ohnegleichen. Eine “optimale Parole” ist auch nicht gerade ein Liebesbeweis an die deutsche Sprache.
Ich glaube sowieso dass der Werbespruch nicht lange Bestand haben wird, gibt man in google schlecker ein und schaut unter News, so erkennt man dass ständig Geschäfte schließen, Schlecker also nicht mehr vor Ort ist…
Da passt demnächst eher “Schlecker – weg vom Fleck”- bei allein rund 600 Filialschließungen im November und Dezember….
“vor Ort” gehört schon wieder der Vergangenheit an….
Ich habe eine bessere Idee für einen Slogan:
“Schlecker ist lecker”
;-)
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Egal, für wie ungebildet man mich auch halten mag, auf den Gedanken, diesem Unternehmen mein Geld zu geben, käme ich nicht.
bei schlecker würde der Slogan For You – Nix da besser passen, in vielen Filialen stehen meistens nur noch 1-2 Produkte im Regal, wenn überhaupt. Wenn man sich dann auch noch per Email bei Schlecker beschwert bekommen die angestellten sofort einen Rüffel der an den betreffenden Kunden gleich weitergeleitet wird, da die Bezirksleitung gleich den Verfasser der mail mit Name und Adresse der Filiale meldet. ergo neuer Slogan : Nix da-nix for You ;)
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